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Verkaufspoker II Vertrag mit MAB über "Rundschau"-Haus noch nicht bestätigt

16.03.2005 ·  Der Verkauf des "Rundschau"-Hauses in der Frankfurter Innenstadt ist offenbar noch immer nicht abgeschlossen. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt wartet nach eigenen Angaben seit dem 24. Februar - also ...

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Der Verkauf des "Rundschau"-Hauses in der Frankfurter Innenstadt ist offenbar noch immer nicht abgeschlossen. Das Druck- und Verlagshaus Frankfurt wartet nach eigenen Angaben seit dem 24. Februar - also seit drei Wochen - auf die Bestätigung des Kaufvertrags durch den niederländischen Projektentwickler MAB. Das geht aus einem Schreiben des Druckhauses an Oberbürgermeisterin Petra Roth und Planungsdezernent Edwin Schwarz (beide CDU) sowie an die Fraktionsvorsitzenden des Römerbündnisses hervor. In dem Brief, der dieser Zeitung vorliegt, heißt es, man habe sich schon am 16. Februar in einer Besprechung mit der MAB "materiell" geeinigt.

Diese Verhandlungsergebnisse seien zügig in die Vertragsentwürfe eingearbeitet worden, so das Druckhaus. Kaufvertrag und Nachbarschaftsvereinbarung seien am 19. Februar den Anwälten der MAB zugeleitet worden. Wie berichtet, haben sich das Druckhaus, das die "Frankfurter Rundschau" herausgibt, und MAB nach langwierigen Verhandlungen auf einen Preis für das "Rundschau"-Haus am Eschenheimer Tor geeinigt. Dem Vernehmen nach handelt es sich um rund 43 Millionen Euro. In der Summe ist auch die Entschädigung enthalten, die für eine Nachbarschaftsvereinbarung zu zahlen ist. Weil die MAB neben dem "Rundschau"-Haus ein Hochhaus errichten will, muß sie außer dem eigentlichen Grundstückspreis auch noch eine Entschädigung in Millionenhöhe zahlen.

Am 1. März hat sich dem Schreiben des Druckhauses zufolge MAB-Geschäftsführer Holger Hagge bei der Geschäftsführung des Druckhauses gemeldet und angekündigt, noch am selben Tage zwei Stellungnahmen übersenden zu wollen. Dabei sollte es sich zum einen um eine Stellungnahme des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Pricewaterhouse Coopers (PwC) zum Thema Grunderwerbsteuer und zum anderen eine Stellungnahme der Anwaltskanzlei Bögner, Hensel, Gerns und Partner zu den überarbeiteten Vertragsentwürfen handeln. Laut Druckhaus ging die auf den 25.Februar datierte Stellungnahme von PwC schließlich am 7. März ein, auf die Stellungnahme der Anwälte warte man weiterhin vergeblich.

Nach eigener Einschätzung wird vom Druckhaus "alles Erdenkliche" getan, den Verkaufsprozeß zum Abschluß zu bringen. Ohne es direkt auszusprechen, wirft das Druckhaus der MAB vor, die Verhandlungen in die Länge zu ziehen. Ironisch heißt es am Ende des Schreibens: "Wir haben genug Kraft, viel guten Glauben und eine große Portion Optimismus, daß es eines Tages klappen wird." Von der MAB war am Mittwoch keine Stellungnahme zu erhalten.

Auch der Streit der MAB mit dem Nachbarn Kaufhof schwelt weiter. Die Anwälte des Warenhauskonzerns haben den Regierungspräsidenten in einem Schreiben vom 4. März aufgefordert, gegen die Stadt Frankfurt einzuschreiten, die eine alte Nachbarschaftsvereinbarung für das Areal für weiterhin gültig hält. (ale.)

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