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„Twittwoch“ in Frankfurt Mehrstimmiges Zwitschern zur Wochenmitte

03.12.2009 ·  Die Idee, dass Frankfurt doch auch „zwitschern“ könne, kam von Oberbürgermeisterin Petra Roth höchstpersönlich. Seit Juni nutzt die Stadt „Twitter“. Und fortan soll es auch regelmäßig einen „Twittwoch“ geben, an dem Unternehmen und Beschäftigte an das Thema herangeführt werden sollen.

Von Maximilian Weingartner
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Die Idee, dass Frankfurt doch auch „zwitschern“ könne, kam von Oberbürgermeisterin Petra Roth höchstpersönlich. Zumindest hat sie es Städten wie San Francisco und Hamburg gut abgeschaut. Als sie hörte, dass die Metropole aus Kalifornien und die Hansestadt das Online-Tagebuch „Twitter“ nutzten, wollte sie, dass auch Frankfurt auf diesen medialen Zug aufspringe. Seit Juni sende die Stadt deswegen bis zu zwölf Nachrichten täglich an mittlerweile 1500 Bürger, so Harald Ille, Redakteur der städtischen Pressedienste, beim ersten Frankfurter „Twittwoch“, einem Treffen von Nutzern des Internetdienstes Twitter.

Twitter ist ein meist öffentlich einsehbares digitales Tagebuch, welches weltweit per Internetseiten oder Mobiltelefone in Echtzeit geführt und aktualisiert werden kann. Die Benutzer können Textnachrichten eingeben und anderen Benutzern senden.

„Für Unternehmen ist Twitter interessant“

Der eingetragene Verein Twittwoch will nun Unternehmen, deren Mitarbeiter und Freiberufler an das Thema „Social Media“ heranführen. „Twittwochs“ gibt es bereits in vielen anderen Städten wie Berlin, Köln oder auch Chemnitz. In der Stadt am Main soll es künftig alle sechs bis acht Wochen einen „Twittwoch“ mit Vorträgen über Themen der Zeit geben. „Die Nutzer aus dem Rhein-Main-Gebiet sollen sich aber auch einmal persönlich kennenlernen“, sagt Henning Krieg, einer der Frankfurter Organisatoren.

Zum Auftakt haben Vertreter der Werbe- und PR-Branche und Mitarbeiter aus Marketingabteilungen von Unternehmen wie Mitsubishi teilgenommen. „Vor allem für Unternehmen ist Twitter interessant geworden“, meint Krieg. Man könne selbst Nachrichten über Neuigkeiten aus dem eigenen Unternehmen mitteilen oder beobachten, wie die eigene Marke im Netz ankommt. „Wir möchten in einen Dialog mit unseren Kunden kommen und wissen, was sie denken“, erklärt SEB-Bank-Pressesprecher Kimmo Best die Motivation des Kreditinstituts, zu „zwitschern“.

Rangliste der beliebtesten Twitterer

Viele Menschen seien am Anfang aber überfordert, sagt F.A.Z.-Redakteur und Blogger Holger Schmidt (Der F.A.Z.-Blog von Holger Schmidt). Damit man als Neuling weiß, wer der angesehenste Schreiber für sein Lieblingsthema sei, habe er eine Website entwickelt, die eine Rangliste der beliebtesten Twitterer erstellt. Die Stadt Frankfurt ist nicht dabei zu finden.

„Wir möchten nur wissen, was unsere Bürger so denken“, sagt Harald Ille alias „@Stadt–FFM“. Trotz des „Befehls“ von oben sei in der Presseabteilung heiß diskutiert worden, ob man sich daran beteiligen solle oder es nur eine „Zeitverschwendung, ein elektronischer Hype“ sei. Man habe sich dann dafür entschieden. Seither wird der Redakteur nach eigenen Angaben von Bürgern zum Beispiel gefragt, ob sie das Knöllchen bezahlen müssen, dass sie vergangene Woche bekommen hätten.

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