Home
http://www.faz.net/-gzj-tn9h
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Studie Belastung durch Fluglärm

15.11.2006 ·  Die Bürger im Rhein-Main-Gebiet fühlen sich durch Fluglärm belastet und wünschen sich mehr Lärmschutz. Das hat eine vom Regionalen Dialogforum in Auftrag gegebene Untersuchung ergeben.

Von Helmut Schwan
Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Zum Teil durch Fluglärm stark gestört, aber insgesamt durch diese Belastung nicht kränker als Menschen in anderen Gebieten fühlen sich die Anwohner in der Region: Das ist ein Ergebnis einer vom Regionalen Dialogforum im Zusammenhang mit dem geplanten Flughafenausbau in Auftrag gegebenen Untersuchung.

2300 Menschen befragt

Das Bochumer Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung (Zeus) und das Hörzentrum Oldenburg hatten von April bis Dezember 2005 rund 2300 Menschen im Rhein-Main-Gebiet befragt. Schallschutzfenster böten nur wenig Abhilfe, weil vor allem in wärmeren Jahreszeiten die meisten Befragten bei gekippten Fenstern schliefen, heißt es in der Studie.

Auch außerhalb der eigenen vier Wände fühlen sich die Befragten durch Fluglärm beeinträchtigt. Balkone, Terrassen und Gärten würden daher nur eingeschränkt genutzt. Mehr Lärmschutz wünschen sich viele insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, bei gutem Wetter auch am Nachmittag. Besonders beeinträchtigt fühlen sich ältere und kranke Menschen sowie diejenigen, die eine Verschlechterung ihrer Situation nach einem Ausbau des Frankfurter Flughafens befürchten.

Die Studie ist im Internet unter der Adresse www.dialogforum-flughafen.de einzusehen.

Quelle: F.A.Z., 16.11.2006
Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Jahrgang 1956, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Jüngste Beiträge

Perspektivlosigkeit ist Gift

Von Rainer Schulze

Die Zukunft der Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte ist unklar. Das Land will sich von der Beteiligung trennen - Frankfurt hat die Hand gehoben. Eine Entscheidung tut not. Mehr