15.11.2006 · Die Bürger im Rhein-Main-Gebiet fühlen sich durch Fluglärm belastet und wünschen sich mehr Lärmschutz. Das hat eine vom Regionalen Dialogforum in Auftrag gegebene Untersuchung ergeben.
Von Helmut SchwanZum Teil durch Fluglärm stark gestört, aber insgesamt durch diese Belastung nicht kränker als Menschen in anderen Gebieten fühlen sich die Anwohner in der Region: Das ist ein Ergebnis einer vom Regionalen Dialogforum im Zusammenhang mit dem geplanten Flughafenausbau in Auftrag gegebenen Untersuchung.
2300 Menschen befragt
Das Bochumer Zentrum für angewandte Psychologie, Umwelt- und Sozialforschung (Zeus) und das Hörzentrum Oldenburg hatten von April bis Dezember 2005 rund 2300 Menschen im Rhein-Main-Gebiet befragt. Schallschutzfenster böten nur wenig Abhilfe, weil vor allem in wärmeren Jahreszeiten die meisten Befragten bei gekippten Fenstern schliefen, heißt es in der Studie.
Auch außerhalb der eigenen vier Wände fühlen sich die Befragten durch Fluglärm beeinträchtigt. Balkone, Terrassen und Gärten würden daher nur eingeschränkt genutzt. Mehr Lärmschutz wünschen sich viele insbesondere in den Morgen- und Abendstunden, bei gutem Wetter auch am Nachmittag. Besonders beeinträchtigt fühlen sich ältere und kranke Menschen sowie diejenigen, die eine Verschlechterung ihrer Situation nach einem Ausbau des Frankfurter Flughafens befürchten.
Helmut Schwan Jahrgang 1956, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung, verantwortlich für den Rhein-Main-Teil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
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