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Staatsbank KfW will IT-Abteilungen umbauen

 ·  Die Staatsbank KfW hat 2010 noch einmal mehr Fördermittel verteilt als im Rekordjahr davor – den Konjunkturprogrammen sei Dank. Aber auch immer mehr Studenten unterstützt sie. Trotzdem will sie intern nun sparen.

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Den IT-Mitarbeitern der staatlichen Förderbank KfW in Frankfurt stehen größere Veränderungen bevor. Wie Vorstandsvorsitzender Ulrich Schröder am Mittwoch während einer Pressekonferenz sagte, will das Haus besonders die Informationstechnologie neu ordnen. „Wir müssen sehen, was wir selbst machen wollen und was wir eventuell auslagern können“, sagte Schröder. Stellen sollen im Rahmen des „Projekts 2020“ aber nicht gestrichen werden.

Schröder sagte, in der Vergangenheit sei bei der Entwicklung von IT-Lösungen nicht immer die kostengünstigste Möglichkeit gewählt worden. Statt standardisierte Anwendungen zu nutzen, seien oft für ähnliche Prozesse eigene IT-Programme aufgebaut worden. Bestünden die Abteilungen bislang vor allem aus Generalisten, die alle ein breites Spektrum an Fähigkeiten hätten, wolle man künftig mehr auf Spezialisten setzen. Finanzvorstand Axel Nawrath sagte, dass die Umstellungen bis 2020 einen dreistelligen Millionenbetrag kosten dürften.

Weniger strenge Vorgaben bei der Kreditvergabe

Die Mitarbeiterzahl der KfW-Bankengruppe ist im vergangenen Jahr unter dem Strich weiter gestiegen. Personalvorstand Günther Bräunig sprach von 4600 Mitarbeitern im Konzern, das seien 200 mehr als im Vorjahr. Auch für das laufende Jahr rechnet Bräunig mit steigendem Bedarf an Arbeitskräften – unter anderem für den Umbau der IT-Abteilungen, aber auch für die geplante Anpassung an das Kreditwesengesetz.

Die Förderbank unterliegt einem eigenen Gesetz, das ihr im Vergleich zu anderen Banken weniger strenge Vorgaben bei der Kreditvergabe macht. Die Bundesregierung hatte sich vorgenommen, besonders wegen hoher Verluste rund um die pleitegegangene Bank IKB, die KfW auch unter das Kreditwesengesetz zu stellen. Wie Schröder sagte, ist man von diesem Plan inzwischen abgewichen. Stattdessen solle die Satzung der KfW dem Kreditwesengesetz angeglichen werden.

In der Entwicklungsfinanzierung gilt die KfW als größter Spieler weltweit

2010 war mit Blick auf die Fördermittel der KfW das beste Jahr in ihrer Geschichte. Vor allem die Sonderkonjunkturprogramme sowie die Förderung erneuerbarer Energien haben die Vergabe allein in Deutschland um fast ein Drittel auf 66,6 Milliarden Euro steigen lassen. Schröder hob hervor, dass auch die Förderung von Studenten deutlich an Zulauf gewinne. 53.000 Hochschüler hätten 2010 Fördergeld von der KfW bekommen, 21.000 mehr als noch im Jahr davor. So dürfte die Förderbank auch beim Ergebnis neue Rekorde erzielen. Auch wenn Schröder die Bilanz erst im April vorlegt, deutete er an, dass die Bank im letzten Vierteljahr 2010 noch einmal mehr verdient habe als im Durchschnitt der Vorquartale. Damit läge das Ergebnis bei mehr als zwei Milliarden Euro.

Schröder verwies darauf, dass das Haus trotz des zuletzt gut laufenden Geschäfts nur moderat Stellen aufbaut. Schließlich sei ein großer Teil des Zusatzgeschäftes zeitlich begrenzt; dies gelte etwa für die Konjunkturprogramme. Die Mitarbeiter, die im vergangenen Jahr in der „Task Force“ zur Antragsbearbeitung gesessen hätten, müssten nun, da die Programme ausliefen, wieder an andere Stellen versetzt werden. Die zeitliche Begrenzung mache auch klar, dass das zu erwartende Ergebnis 2010 im angelaufenen Geschäftsjahr nicht zu erreichen sein werde. Er erwarte einen Rückgang auf das Niveau von 2009. Seinerzeit machte das Haus einen Gewinn von 1,1 Milliarden Euro. Die KfW wolle nur da einspringen, wo ein Marktversagen festzustellen sei, also private Banken sich aufgrund zu hoher Risiken zurückzögen. „Wenn wir sehen, dass wir nicht mehr gebraucht werden, ziehen wir uns aus einzelnen Geschäftsfeldern auch wieder zurück“, sagte Schröder.

In der Entwicklungsfinanzierung gilt die KfW als größter Spieler weltweit. Das Volumen von 5,7 Milliarden Euro lag 2010 noch einmal 26 Prozent höher als 2009. Insgesamt habe man damit 194 Millionen Menschen in der ganzen Welt geholfen, sagte Schröder.

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