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Service Zehn Fragen zum neuen Jahr - und die Antworten

 ·  Bei der Einkommensteuer steigt der Grundfreibetrag zum 1. Januar von 7235 auf 7664 Euro. Der Eingangssteuersatz sinkt von 19,9 auf 16 Prozent, der Spitzensteuersatz von 48,5 auf 45 Prozent. Die Folge: Die meisten müssen weniger Steuern zahlen.

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1. Steuern sinken, die Pendlerpauschale auch - wer gewinnt, wer verliert?

Bei der Einkommensteuer steigt der Grundfreibetrag zum 1. Januar von 7235 auf 7664 Euro. Der Eingangssteuersatz sinkt von 19,9 auf 16 Prozent, der Spitzensteuersatz von 48,5 auf 45 Prozent. Die Folge: Die meisten müssen weniger Steuern zahlen. Beispiel: Bei einem Jahresbrutto von 40000 Euro (Steuerklasse 1) spart ein Lediger gut 550 Euro im Jahr. Tendenziell spart man in absoluten Zahlen um so mehr, je mehr man verdient. Prozentual sparen diejenigen mit einem Einkommen von mehr als 84000 Euro oder von weniger als 36000 Euro überdurchschnittlich.

Im Gegenzug wird die Pendlerpauschale auf einheitlich 30 Cent je Kilometer Entfernung vom Arbeitsplatz gekürzt. Bisher können Arbeitnehmer für die ersten zehn Kilometer 36 Cent und für jeden weiteren Kilometer 40 Cent geltend machen. Wer 20 Kilometer vom Arbeitsplatz entfernt wohnt, kann künftig pro Arbeitstag 3,20 Euro weniger geltend machen - bei 220 Arbeitstagen und einem Grenzsteuersatz von 33,4 Prozent (30000 bis 60000 Euro Bruttoeinkommen) kommt auf ihn eine Mehrbelastung von 118 Euro im Jahr zu.

Für die meisten bedeutet die Kombination dieser Veränderungen unter dem Strich eine Entlastung. Arbeitnehmer, die weit entfernt von der Arbeitsstätte wohnen und Familien, die demnächst bauen wollen, können sich jedoch sogar verschlechtern. (sibi.)

2. Wie kann ich bei Krankenkassen, Ärzten und Apotheken sparen?

Wer sich gesundheitsbewußt verhält, kann Punkte sammeln und wird dafür finanziell belohnt. Entsprechende Programme bieten fast alle Krankenkassen. Bei der Deutschen Angestellten Krankenkasse in Hessen zum Beispiel gibt es für das Sportabzeichen 500 Punkte, 2000 Punkte im Jahr für den regelmäßigen Besuch eines qualitätsgeprüften Fitneß-Studios, 500 Punkte für die Grippeschutzimpfung und weitere 1000 für die Krebsvorsorge. Für 4000 Punkte erhält der Versicherte beispielsweise ein Blutdruckmeßgerät, für 7000 ein Laufband. Ein Bonus kann auch die Befreiung von der Praxisgebühr in Höhe von zehn Euro sein.

Ansonsten ist dieser Betrag mindestens einmal im Quartal fällig. Dann spart die Überweisung die Gebühr für weitere ärztliche Konsultationen. Eine Überweisung kann grundsätzlich jeder Arzt ausstellen, ein Augenarzt also beispielsweise auch zum Orthopäden, ein Gynäkologe zum Kardiologen. Eine Überweisung von einem Facharzt zu einem Kollegen derselben Disziplin allerdings ist nur mit einem gezielten Auftrag möglich, zum Beispiel, weil die bisherige Diagnose oder Behandlung nicht ausreicht. Wer zu Beginn eines Quartals einen Augenarzt aufsucht, sich sonst aber gesund fühlt, ist gut beraten, trotzdem vorsorglich eine Überweisung zum Hausarzt mitzunehmen. Dieser kann dann gegebenenfalls weiter überweisen. Für die Gebühr von zehn Euro erhält jeder Patient eine Quittung. Dieses Dokument sollte er künftig wie der Autofahrer den Führerschein immer bei sich haben. Denn im Notfall befreit die Vorlage der Quittung von weiteren Zahlungen. Als einziges Bundesland greift diese Regelung in Hessen auch, wenn der Notarzt mehrmals in Anspruch genommen wird. Um einen Mißbrauch des Notdienstes zu verhindern, wird möglicherweise jeder Besuch dort abgestempelt.

Während es sich auszahlt, bei der Kasse nach Zusatztarifen, Bonusmodellen, Selbstbehalten und Beitragsrückerstattungen zu fragen, läßt sich die Zuzahlung von maximal zehn Euro je rezeptpflichtigem Arzneimittel von Patienten kaum günstig beeinflussen. Im Internet sind nach Erhebungen der Stiftung Warentest nur sogenannte Lifestyle-Mittel wie Viagra oder Schlankheitspräparate günstiger zu haben. (rig.)

3. Wer trägt die Kosten für eine Brille?

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