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Paketdienste Abholservice gegen Aufpreis

04.12.2008 ·  Pakete zu verschicken ist Weihnachten eine besondere Herausforderung. Wer es sich einfach machen will, lässt holen - und zahlt dafür etwas mehr.

Von Petra Kirchhoff
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Nicht nur spezialisierte Kurierdienste, auch die Deutsche Post bietet Privatkunden über ihre Tochter DHL an, Pakete gegen Aufpreis zu Hause abzuholen und in die Welt zu verschicken. Das ist praktisch für ältere Menschen, die nicht mehr gut zu Fuß sind oder keine schweren Pakete tragen können. Auch Berufstätige profitieren, wenn sie sich nicht in die Schlangen vor Postschaltern einreihen müssen, die in der Vorweihnachtszeit besonders lang und nervenaufreibend sind.

Den Paketboten bestellt der Verbraucher entweder telefonisch oder per Internet – für denselben oder den folgenden Tag. Die Post-Tochter DHL etwa nimmt bis 14 Uhr Aufträge für den gleichen Tag an. Für Berufstätige empfiehlt es sich, das Paket mit ins Büro zu nehmen und den Arbeitsplatz als Abholadresse anzugeben. Den Empfänger fahren die Transportunternehmen in der Regel zweimal innerhalb von zwei Tagen an und informieren ihn nach dem ersten vergeblichen Versuch per Karte. Klappt es auch beim zweiten Mal nicht, wird das Paket in der Regel in einer Filiale oder einem Paketshop deponiert. Inzwischen nehmen viele kleine Läden als Ergänzung zu ihrem eigentlichen Geschäft Sendungen im Auftrag von Kurierdiensten wie Hermes, DPD und GLS an.

Tarifinformation im Internet

Im Internet kann man sich über die Tarife informieren. Bei Hermes und DHL geht das am einfachsten. Bei anderen Anbietern wie Iloxx muss sich der Kunde registrieren, bevor er die Preise erfährt. Firmen wie E-Parcel und Der Courier bieten keine telefonische Bestellung an, eignen sich daher nicht für Menschen ohne Internetanschluss.

Grundsätzlich darf ein Abholpaket nicht über einer bestimmten Gewichtsgrenze liegen. Bei Hermes und DHL sind dies 31,5 Kilogramm, bei den anderen in der Regel 40 Kilogramm – so viel wird einem einzelnen Träger an Gewicht zugemutet. Bei den Paketmaßen hat jeder Anbieter sein eigenes Berechnungssystem, wobei in der Regel ein Gurtmaß (1 × längste Seite + 2 × Breite + 2 × Höhe) von drei Metern zugrunde gelegt wird.

Wie beim regulären Versand lohnt sich auch bei der Paketabholung ein Preisvergleich. Das günstigste Angebot für ein versichertes Paket hat nach Angaben des Verbraucherportals www.posttip.de immer noch Hermes. Der Dienstleister holt das kleinste Paket (S-Paket) schon für 6,90 Euro an der Haustür ab. In diesem Fall ist allerdings die Summe aus längster und kürzester Seite auf 50 Zentimeter beschränkt. Die nächstgrößere Version (M-Paket) kostet 11,90 Euro. Damit kostet das M-Paket bei Abholung allerdings fast doppelt so viel wie ein M-Paket, das der Kunde in einem Hermes-Paketshop abgibt (6,30 Euro).

In unserem Preisvergleich (siehe nebenstehende Tabelle) schneidet beim Fünf-Kilogramm-Paket die Firma Der Courier mit 7,40 Euro Porto am besten ab. Bei der 25-Kilogramm-Variante ist E-Parcel am günstigsten. Bei der Posttochter DHL kommen nur Kunden, die Abholung und Frankierung online buchen, in den Genuss des günstigsten Tarifs von 5,90 Euro. Hinzu kommen drei Euro für die Abholung. Finanziell interessant wird die DHL-Dienstleistung erst dann, wenn der Kunde mehr als drei Pakete mit einer Sendung aufgibt. Dann nämlich ist die Abholung gratis, und damit ist die Post in dieser Gewichtsklasse konkurrenzlos günstig.

Stichtag 22. Dezember

Wer den Kurier lieber telefonisch bestellt, kann die Dienste von Iloxx, Hermes und DHL nutzen. Bei Illox gehen die Abholpreise bei 8,79 Euro los, allerdings kostet die Versicherung extra. Hermes hat den Nachteil, dass ein Anruf aus dem Festnetz 60 Cent pro Minute kostet. Das kann schnell teuer werden. Der Telefonauftrag bei DHL ist insofern ungünstig, als der Kunde Paketmarken und Zusatzmarken in der Filiale kaufen muss, die es darüber hinaus nur im Set gibt. Da kann er das Paket eigentlich gleich mitnehmen und – online frankiert – einen Euro sparen.

So oder so wird es gegen der Ende der Adventszeit knapp für Weihnachtspost und -päckchen, weshalb die Deutsche Post bereits jetzt den „Endspurt“ ausruft. Als letzten Aufgabetag für Empfänger in China, Australien und Kanada gilt nach Angaben der Post der 5. Dezember. Für Ziele in Europa wird der 12. Dezember als Stichtag genannt, für Deutschland-Sendungen der 22. Dezember – einen Termin, den Mitarbeiter hinter vorgehaltener Hand indes anzweifeln. Den 22. nennt auch Hermes. Iloxx ist vorsichtiger und empfiehlt den 17. Dezember.

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