09.08.2004 · Die Leica Camera AG hat einen neuen Großaktionär: Die ACM Projektentwicklung mit Sitz in Salzburg hält 27,2 Prozent an dem renommierten Kamera-Hersteller. Großaktionär Schmidheiny hat seinen Anteil reduziert.
Die Leica Camera AG hat einen neuen Großaktionär: Die ACM Projektentwicklung mit Sitz in Salzburg hält 27,2 Prozent an dem renommierten Kamera-Hersteller. Der Schweizer Großaktionär Stephan Schmidheiny habe seinen Anteil von 13,6 Prozent auf 4,89 Prozent reduziert, sagte eine Leica-Sprecherin am Montag in Solms und bestätigte damit einen Bericht der „Financial Times Deutschland“ (Montagausgabe). Zudem habe sich die Deutsche Steinindustrie AG von ihrem 14-Prozent-Anteil getrennt und ihn an ACM verkauft.
Schmidheiny hatte Leica 1996 an die Börse gebracht und seitdem knapp 14 Prozent der Aktien gehalten. Hauptaktionär ist mit 32 Prozent das französische Unternehmen Hermès, das vor allem für seine Seidentücher bekannt ist. Bei ACM handele es sich um einen Privatinvestoren und nicht um einen Mitbewerber, bestätigte die Unternehmenssprecherin.
Im laufenden Geschäftsjahr 2004/2005 (31. März) will Leica nach eigenen Angaben im operativen Geschäft eine schwarze Null erreichen. Nach einem kräftigen Personalabbau belasten Restrukturierungskosten von bis zu vier Millionen Euro das Ergebnis des Unternehmens. Derzeit beschäftigt Leica rund 1100 Mitarbeiter. Die Umsätze waren 2003/2004 um 17 Prozent auf 119 Millionen Euro eingebrochen.