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Messe Frankfurt Neue Messehalle zieht schon Kunden an

31.07.2009 ·  Noch werkeln Bauarbeiter hier und da, doch werden die neue Messehalle 11 und das dazugehörende Portaltor schon kräftig gefeiert. Der Gebäudekomplex misst 30 Meter in der Höhe, besteht aus Stahl, Beton und viel Glas.

Von Thorsten Winter
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Noch werkeln Bauarbeiter hier und da, doch werden die neue Messehalle 11 und das dazugehörende Portaltor schon kräftig gefeiert. Der Gebäudekomplex misst 30 Meter in der Höhe, besteht aus Stahl, Beton und viel Glas und darf als architektonisch vorbildlich gelten, wie Architekturkritiker Ulf Meyer aus Anlass der Eröffnung lobte. Viele Immobilien dieser Art auf der Welt wirkten wie eine Wagenburg und nicht so freundlich wie der 170 Millionen Euro teure Neubau.

Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), die dem Messe-Aufsichtsrat vorsitzt und von Meyer als „Mutter der Messegesellschaft“ angekündigt wurde, sagte: „Welche Mutter wäre nicht stolz, solche Kinder in die Welt zu setzen?“ Die Messehalle 11 und die vor 100 Jahren in Betrieb genommene Festhalle machten sich nun Konkurrenz, fügte sie mit Blick auf die Architektur hinzu und sprach von einer „imposanten wie grazilen Bauweise“, für die das Architekturbüro Hascher Jehle verantwortlich ist (F.A.Z. vom 27. Juli).

Autos auf Rundkurs

Halle und Portaltor seien Symbole für die Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Frankfurt, sagte Roth weiter. Sie machten den Anspruch deutlich, innovativster Standort in Deutschland zu sein. Zudem bildeten sie in Nachbarschaft zur Kuhwaldsiedlung einen zweiten Zugang zum Messegelände – nach jenem an der Festhalle. Der Erfolg der Halle 11 steht für Roth schon vor dem ersten Belastungstest auf der Automobil-Ausstellung außer Frage: „Will it work? I suppose it will – we can!“

In Gestalt der Halle und des Portaltors habe das Messegelände „nun auch im Westen eine weitere Schokoladenseite bekommen“, sagte Messe-Chef Michael von Zitzewitz. Zuvor hatte Mit-Geschäftsführer Uwe Behm die Bauarbeiter und die für den Bau Verantwortlichen gelobt. „Sie haben Außergewöhnliches geleistet und oftmals ihr Privatleben hintangestellt“, sagte er, während Porträts von 35 Frauen und Männern auf einer Leinwand erschienen. Die Halle müsse „in den nächsten Jahrzehnten beweisen, dass es gut angelegtes Geld ist“. Mit den vorliegenden Buchungen sei die Messe zufrieden. So sei das Portalhaus für Veranstaltungen gebucht, die ohne den Neubau nicht möglich wären.

Erster Nutzer ist BMW. Der Konzern wartet mit einer doppelten Premiere auf: Er zeigt die Marken BMW, Rolls-Royce und Mini auf der IAA erstmals gemeinsam und lässt Autos auf einem Rundkurs in der Halle fahren.

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Jahrgang 1967, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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