Mit Mahnfeuern in ganz Hessen protestieren Rübenbauern an diesem Montag gegen Vorschläge der EU-Kommission zur Reform der Zuckermarktordnung. Die ins Auge gefaßte Senkung der Zuckerquote und des Mindestpreises für Rüben bedrohe die Existenz vieler Bauern und die Arbeitsplätze in der Zuckerwirtschaft, kritisiert der Hessische Bauernverband. Die rund 3.200 Rübenanbau-Betriebe des Landes beteiligten sich daher an der bundesweiten Protest-Aktion unter dem Motto „Unser Rübenland brennt“. Von 18.00 Uhr an sollen vom Hessischen Ried bis in den Raum Kassel rund 1.000 Feuer angezündet werden.
Die zentrale Protestveranstaltung ist in Niddatal im Wetteraukreis geplant. Dort werden unter anderem der Präsident des Hessischen Bauernverbands, Heinz Christian Bär, und der Wetterauer Landrat Rolf Gnadl (SPD) sprechen.
Die 3.200 Betriebe bauen nach Verbandsangaben rund 18.700 Hektar Rüben an und erwirtschaften damit etwa 65 Millionen Euro jährlich. Wenn diese Einnahmen wegbrächen, müßten zahlreiche Landwirte aufgeben. Außerdem wären die rund 800 Arbeitsplätze der Zuckerfabriken in Groß-Gerau, im nordhessischen Wabern und im rheinland-pfälzischen Offstein in Gefahr.

