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Konsumgüter Europäer halten bei Plagiaten mit Asiaten mit

10.02.2006 ·  Nicht nur in Asien ist dreister Ideenklau an der Tagesordnung: Der Negativpreis „Plagiarius“ für illegale Nachahmungen von Produkten geht diesmal an Unternehmen in Polen und in der Schweiz. Die Bitburger Brauerei erhält zwei „Sonderpreise“.

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Nicht nur in Asien ist dreister Ideenklau an der Tagesordnung: Der Negativpreis „Plagiarius“ für illegale Produktnachahmungen geht in diesem Jahr an zwei Unternehmen in Polen und eines in der Schweiz. Nach Auffassung der vom Verein „Aktion Plagiarius“ eingesetzten Jury haben sie besonders unverfroren Produkte der Markenhersteller Dornbracht (Sanitär), SACHS (Motortechnik) und Victoria Design (Möbel) nachgemacht. Anläßlich der Verleihung des schwarzen Zwerges mit goldener Nase auf der Frankfurter Konsumgütermesse „Ambiente“ wies die Jury ausdrücklich darauf hin, daß immer mehr europäische Anbieter negativ auffielen.

Immer rücksichtsloser kupferten nicht nur Asiaten Ideen erfolgreicher Unternehmen identisch ab und präsentierten sie als eigene Leistung, beklagte der Verein. „Wenn hohe Profite winken, werfen auch zunehmend westliche Unternehmen und Händler ethische Bedenken über Bord“, hieß es in einer Erklärung. Bei den aktuellen Einreichungen zu dem Schmähpreis seien rund zwei Drittel der Plagiate in Europa hergestellt oder verkauft worden.

„Sonderpreise“ an Bitburger für nachgeahmte Lampen

Die Jury vergab neben dem Hauptpreis weitere sieben „Auszeichnungen“. Zwei „Sonderpreise“ gingen an die Bitburger Brauerei für in ihrem Auftrag nachgemachte Taschenlampen in Anlehnung an die bekannten „Maglites“ und an Hersteller in Südostasien, die die in Deutschland geschützte Marke „Solingen“ für Herkunftstäuschungen missbrauchen.

Eines der im Vorjahr genannten Opfer der Produktpiraten, Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, nannte das schwindende Vertrauen der Verbraucher in die oft unzulänglich imitierte Marke das größte Problem. Sein Unternehmen habe allein in den vergangenen zwei Jahren mehr als 3 Millionen gefälschte Faber-Castell-Stifte sichergestellt, was aber nur die Spitze des Eisberges sei. Hinter jedem erfolgreichen Original steckten innovative Ideen, mutige Investitionen und harte Arbeit, die geschützt werden müßten.

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