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Ikunet Frankfurter Frauen-Netzwerk in Gambia gefragt

10.08.2011 ·  Das Frankfurter Netzwerk interkultureller Unternehmerinnen sieht einem ungeahnt raschen Wachstum entgegen. Ableger sollen bis 2012 in Bangladesh und Gambia, in Oman und Ungarn, in den Vereinigten Staaten und in Venezuela entstehen.

Von Thorsten Winter
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Ist es Zufall oder einfach an der Zeit? Isinay Kemmler sucht die Antwort auf diese Frage, die sie sich selbst stellt. Im Grunde könnte es der Frau mit den roten Strähnchen im wallenden dunkelbraunen Haar gleichgültig sein, weshalb ihre Idee ausgerechnet in diesen Wochen in aller Welt verbreitet wird. Tatsache ist: Das von ihr geführte Frankfurter Netzwerk interkultureller Unternehmerinnen sieht einem ungeahnt raschen Wachstum entgegen, wie Kemmler berichtet. Ableger des kurz Ikunet genannten Vereins entstehen demnach bis 2012 in Bangladesh und Gambia, in Oman und Ungarn, in den Vereinigten Staaten und in Venezuela.

„Es war nicht geplant, so schnell zu wachsen“, sagt Kemmler. Schließlich besteht Ikunet erst seit März 2010 und zählt noch weniger als 20 Mitglieder. Dass es bald sehr viel mehr werden könnten, verdankt sie einer Einladung der Regierung in Washington zu einer Delegationsreise durch die Vereinigten Staaten. Gemeinsam mit 19 anderen Unternehmerinnen aus aller Welt besuchte sie unter anderem Cincinnati, New York und Salt Lake City, um etwa über Frauen im Unternehmertum zu reden. Wie bei solchen Reisen üblich, habe jede Teilnehmerin auch über sich und ihre Arbeit berichtet. Sie habe auch und gerade über Ikunet gesprochen und die Überzeugung, Interkulturität sei in der globalisierten Welt von Vorteil und fördere die unternehmerische Intelligenz. „In der Folge haben wir in der Gruppe ein Extra-Meeting zu diesem Thema veranstaltet - und gut die Hälfte der Frauen hat danach gesagt: ,So etwas will ich in meinem Land auch haben'“, sagt Kemmler, die in Marburg einen Bachelor in Politikwissenschaften, Volkswirtschaftslehre und Medienwissenschaften und in der Türkei noch ihr Diplom machte.

Langes Aufnahmeprocedere

Grundsätzlich komme es dem Netz nicht auf eine große Zahl von Mitstreiterinnen an, wie Kemmler sagt. Vielmehr wolle Ikunet aktive Frauen ohne Scheu vor dem Ehrenamt. Unabdingbar sei die Fähigkeit, nicht nur respektvolle Kritik zu üben, sondern auch anzunehmen. Deshalb ziehe sich das Aufnahmeprocedere auch ein halbes Jahr hin, sagt Kemmler, die ihr Geld als Beraterin von Mittelständlern verdient und sich auf internationales Marketing spezialisiert hat. Von den Ablegern verspricht sie sich Anregungen, wie Unternehmerinnen vorankommen, indem Frauen sich in einem geschützten Rahmen austauschen können. Auf internationaler Ebene gebe es mehr Aha-Erlebnisse, meint sie.

Im November will Ikunet in Frankfurt für ein Aha-Erlebnis sorgen - mit einem Vortrag über kulturelle Vielfalt in Vorständen deutscher Unternehmen.

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Jahrgang 1967, Wirtschaftsredakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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