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Samstag, 11. Februar 2012
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Gala der Marketingbranche Die Marken feiern, die bleiben

25.10.2009 ·  In der Krise wird an der Werbung zuerst gespart. Auf der Marken-Gala in Frankfurt feiert sich die Marketingbranche deshalb auch ein bisschen zum Trotz.

Von Tim Kanning
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22.000 Euro sind eine stolze Summe für einen Fernseher. Dennoch sei der Kauf des neuen Flaggschiffs des fränkischen Elektrounternehmens Loewe ein guter Deal, wusste dessen Vorstandsvorsitzender Frieder Löhrer vorzurechnen. Pro Woche koste er schließlich nicht mehr, als ein Kinobesuch für vier Personen. Es ist diese Markenphilosophie, für die Loewe am Samstagabend auf der Marken-Gala des Frankfurter Marketing-Clubs mit dem „Goldenen Brandeisen“ ausgezeichnet wurde.

Für Lothar Leonhard, dem ewigen Chef der deutschen Ogilvy-Gruppe, eine gute Wahl. Schließlich sei Loewe fast pleite gewesen, weil das Unternehmen den Trend hin zum Flachbildschirm erst verpasst hatte. Dennoch sei es gelungen, sich als Premiumanbieter in dem stark vom Preiskampf gekennzeichneten Markt zu positionieren. Das zeige, wie wichtig gute Markenführung sei, so Leonhard.

Wieder ausverkauft

Gerade 2009 sei man angesichts sinkender Marketing-Budgets stolz, dass die Gala inzwischen zum fünften Mal mit gut 650 Gästen wieder ausverkauft sei, sagte Claudio Montanini, der in diesem Jahr das Präsidentenamt des Frankfurter Marketing-Clubs übernommen hat. Mit inzwischen mehr als 1000 Mitgliedern sei der Club der größte in Deutschland. Und das, obwohl durch Konkurse einige Mitglieder ausgeschieden seien. Montaninis Vorgängerin, Gabriele Eick, sagte, gerade in Zeiten, in denen viele Marken wie „Quelle“ verschwänden, sei es wichtig, dass diejenigen, die blieben, stolz auf sich seien, und ihre Marken feierten.

Ein Lehrstück in gutem Marketing führte Städel-Direktor Max Hollein vor – ohne selbst anwesend zu sein. Es reichten die gelben Gummistiefel, die Moderator Jörg Thadeusz zur Begrüßung trug. Mit einer kurzen Erklärung, dass jeder die Städel-Erweiterung mit dem Kauf eines Stiefelpaares unterstützen könne, waren Museum und Kampagne Gesprächsthema des Abends.

Models mit Eigenwerbung

Die Gala ist längst mehr als ein Branchentreff Frankfurter Werbetreibender. Die Computerspielebranche war durch Crytek-Chef Avni Yerli und dem Geschäftsführer des Atari-Käufers Namco Bandai Deutschland vertreten. Küchen-Magnat Hans Strothoff und Messechef Michael von Zitzewitz gehörten ebenso zu den Gästen wie Walter Gehl, Chef der LSG Lufthansa Service Holding. Gerhard Wiesheu, Partner beim Bankhaus Metzler, und seine Frau Yumiko unterhielten sich bestens und in fließendem Japanisch mit dem Generalkonsul des Landes Toyoei Shigeeda. Auch Lutz Raettig nutzte die Chance, beim Konsul kurz für den Finanzplatz zu werben. Nestlé-Deutschlandchef Gerhard Berssenbrügge konnte berichten, dass das „Goldene Brandeisen“, das 2008 an die Marke seines Hauses „Nespresso“ gegangen war, einen Ehrenplatz im Unternehmen erhalten habe.

Werbung in eigener Sache machten die diversen Models, die für zusätzlichen Glanz auf der Gala sorgen sollten – neben Marcus Schenkenberg auch drei Finalistinnen aus Heidi Klums Castingshow. Wenigsten für eine von ihnen, Marie, hatte sich der Abend schon gelohnt. Eine Fotografin habe sie „zum Testshooting“ eingeladen.

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