29.09.2009 · Der Frankfurter Textilfarbenhersteller Dystar mit Sitz im Industriepark Höchst ist insolvent. Der Insolvenzantrag gilt für drei deutsche Tochtergesellschaften. Erst im Frühjahr hatte Dystar nach Umsatzeinbrüchen 130 Stellen in Frankfurt abgebaut.
Von Thorsten WinterDer Frankfurter Textilfarbenhersteller Dystar mit Sitz im Industriepark Höchst ist insolvent. Der gestellte Insolvenzantrag gilt für die Dystar Textilfarben GmbH, die Dystar Textilfarben GmbH & Co. Deutschland KG und die Dystar Holdings GmbH. Das Unternehmen beschäftigt bisher 1300 Mitarbeiter in Frankfurt sowie in Brunsbüttel, Geretsried, Leverkusen und Ludwigshafen. In der Zentrale im Industriepark Höchst arbeiten 424 Männer und Frauen. Wie das Unternehmen weiter mitteilte, hat das Amtsgericht Frankfurt die Rechtsanwälte Stephan Laubereau und Miguel Grosser zu verläufigen Insolvenzverwaltern bestellt.
Entscheidender Grund für den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens sei gewesen, „dass die Möglichkeiten erschöpft waren, den Liquiditätsdruck zu adressieren“, heißt es in der Mitteilung weiter – sprich: Es fehlte dem Konzern zuletzt schlicht Geld in der Kasse.
Erst im Frühjahr war der Abbau von 545 der weltweit 4000 Stellen bei Dystar bekanntgeworden. 130 Arbeitsplätze fielen im Industriepark Höchst seinerzeit weg, nachdem die Erlöse infolge der Wirtschaftskrise eingebrochen waren. 2005 hatte die unter dem Druck asiatischer Konkurrenz stehende Dystar einen Betrieb in Fechenheim geschlossen.