Udo Jürgens, Udo Lindenberg und Howard Carpendale waren schon da, ebenso Scooter, Seeed und Sido. An Stargästen hat es auf den Preisverleihungen des Live Entertainment Awards Lea nicht gemangelt, seit er 2006 ins Leben gerufen wurde. Jetzt ziehen die Veranstalter von Hamburg nach Frankfurt. Erstmals am 5. April 2011 soll die Gala in der Festhalle stattfinden und eine glanzvolle Eröffnung für die Musikmesse und die parallel laufende Veranstaltungstechnikschau Prolight+Sound bilden.
Mit Preisen werden vor allem die Strippenzieher hinter den Kulissen bedacht, die Manager, Konzertveranstalter und Hallenbetreiber. Die Stars und Musiker, deren Auftritte sie organisieren, treten als Laudatoren auf oder schauen sich das Ganze vom Publikum aus an. 1000 Gäste sind zu den letzten zwei Veranstaltungen in der Hamburger Colorline-Arena gekommen, auch in Frankfurt erwarten die Veranstalter – der Bundesverband der Veranstaltungswirtschaft, der Verband der Deutschen Konzertdirektionen sowie die Musikmarkt Verlags-GmbH – eine ähnliche Zahl von Zuschauern.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Frankfurt nicht besser
Die Jury, die über die Gewinner entscheidet, besteht aus etwa 100 Experten und Musikjournalisten. Wie Jens Michow, Präsident des Bundesverbands der Veranstaltungswirtschaft, gestern auf einer Pressekonferenz erläuterte, haben die Juroren in der Regel etwa 500 Veranstaltungen im Jahr zur Auswahl.
Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) sagte, dass die Verleihung ein weiterer Schritt sei, Frankfurt als Stadt der Kreativen zu positionieren. Die Frage, wie viel das Event die Stadt kostet, beantwortete er allerdings nicht. Michow sagte, die „wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“ für die Veranstaltung seien in Frankfurt „keinen Cent besser“ als in Hamburg. Zu 85 Prozent werde die Verleihung von Sponsoren getragen.
Götz Alsmann ist der Moderator
Michow zufolge ist die Messe Frankfurt Ende Mai mit dem Vorschlag auf ihn zugekommen, die Verleihung an die Musikmesse und die Prolight+Sound anzudocken. Vor allem die Verbindung mit diesen beiden Branchentreffen und die damit für die Besucher einhergehenden Kostenvorteile hätten den Ausschlag für Frankfurt gegeben, sagte Michow. Denn für die beiden Messen sei der Großteil der Branche, sowohl Musiker als auch Veranstaltungstechniker, ohnehin in der Stadt. Der Frankfurter Konzertriese Marek Lieberberg, der etwa die Tourneen von Bruce Springsteen und U2 organisiert, habe auf die Entscheidung keinen Einfluss gehabt, sagte Michow, obwohl seine Agentur regelmäßig mehrere Leas abräumt.
Wer am 11. April über den roten Teppich vor der Festhalle laufen wird, ist noch ungewiss. Nur Entertainer Götz Alsmann ist wie schon in den vergangenen fünf Jahren als Moderator gesetzt.
Ebenfalls unklar ist, was aus der Verleihung des Frankfurter Musikpreises wird, die bislang traditionell die Musikmesse eingeleitet hat. Wie es gestern von Seiten der Messe hieß, werde man darüber jetzt mit dem verleihenden Kuratorium sprechen.

