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Finanzen Bei Kreditkarten lohnt sich ein Vergleich

28.11.2006 ·  Der Wettbewerb um den Bankkunden macht sich auch bei den Konditionen für Kreditkarten bemerkbar. Einige Institute nehmen keine Jahresgebühren - bei anderen kostet Abheben von Bargeld nichts.

Von Christian Siedenbiedel
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Der Wettbewerb um den Bankkunden macht sich auch bei den Konditionen für Kreditkarten bemerkbar: Die Citibank hat gerade mitgeteilt, daß sie einen neuen Service „Free Cash“ einführt. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft will die größte Bank der Welt es ihren Kunden ermöglichen, mit der Kreditkarte unentgeltlich an 54 000 Geldautomaten in Deutschland Bargeld abzuheben. Das ist sonst bei den meisten Instituten relativ teuer - wohingegen die Verwendung der Kreditkarte als Zahlungsmittel, etwa beim Einkaufen, mittlerweile im Inland in der Regel gebührenfrei ist. Außerhalb des Euro-Raumes wird dafür in der Regel ein Auslandszuschlag von einem Prozent des Umsatzes erhoben.

Recht unterschiedlich sind die Jahresgebühren der Basis-Kreditkarten. Sie reichen von 0 bis 40 Euro und auch darüber hinaus - die meisten Institute bieten ihren Kunden nämlich auch höherwertiges Plastikgeld an, „Gold“- oder „Platinum“-Karten, bei denen zusätzliche Dienstleistungen und Versicherungen integriert sind. Die kosten jedoch stets zusätzlich.

Günstigere Konditionen für jüngere Kunden...

Einige Häuser, so die Dresdner Bank, haben speziell für jüngere Kunden Kreditkarten zu günstigeren Konditionen aufgelegt. Neukunden bekommen bei der „Beraterbank“ in der Regel mit dem Girokonto-Paket eine Kreditkarte für das erste Jahr ohne Gebühren. Bei anderen Instituten, beispielsweise der Commerzbank, richten sich die Jahresgebühren für die Kreditkarte nach der Höhe der damit getätigten Umsätze. Wenn ein Commerzbank-Kunde auf mehr als 5900 Euro im Jahr kommt, entfällt die Jahresgebühr.

Visa-Karten ganz ohne Jahresgebühr bietet die Sparda-Bank Hessen in Frankfurt an. Sie gehören bei ihr zum Girokonto. Die Sparda-Bank nimmt nur Geld, wenn man die Karte verliert, im Ausland einsetzt oder wenn man damit an institutsfremden Geldautomaten oder Bankschaltern Bargeld abheben will. Bei der Direktbank ING-Diba sind die Entgelte für die Visa-Card in den monatlichen Kontoführungsgebühren enthalten. Früher waren bei dieser Bank auch die Bargeldabhebungen an Automaten anderer Institute mit der Visa-Card prinzipiell unentgeltlich. Das wurde der Bank aber offenbar zu teuer. Auf jeden Fall hat sie die Zahl der gebührenfreien Abhebungen an Fremdautomaten mittlerweile auf 24 im Jahr beschränkt. Danach nimmt die Direktbank stolze 2,50 Euro je Abhebevorgang.

...oder beim Online-Konto

Die Frankfurter Volksbank bietet bei ihrem Online-Konto eine Kreditkarte an, die in den Kontoführungsgebühren enthalten ist. Bei eigenen Automaten muß man dann nach Auskunft eines Sprechers keine Gebühren zahlen, wenn man Geld abheben will. Bei Filialkunden nimmt man 20 Euro im Jahr für eine Mastercard Standard oder Visa Card Classic. Bei der Frage Visa- oder Mastercard berichtet die Taunus-Sparkasse in Bad Homburg, der Trend bei ihren Kunden gehe eher zur Visa-Card, ohne daß man die genauen Gründe nennen könne. Bargeld abheben wolle kaum jemand mit der Kreditkarte, das habe sich ganz auf die EC-Karte verlagert - fast niemand wisse ja überhaupt die Pin-Nummer seiner Kreditkarte auswendig. Entsprechend gebe es auch fast nie Betrugsfälle mit ausgespähten Pin-Nummern bei Kreditkarten.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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