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Samstag, 11. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Eröffnung Im siebten Himmel der Mobilität

30.04.2009 ·  Ein altes Wohnhaus amerikanischer Soldatenfamilien bildet das Hauptquartier des „House of Logistics & Mobility“ (Holm). Dort hat das Vorbereitungsteam unter Professor Stefan Walter eine Etage bezogen und wird jetzt Geschäftspläne entwerfen und mit den Partnern Ideen austauschen.

Von Hans Riebsamen
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Der Anfang ist bescheiden. Ein altes Wohnhaus amerikanischer Soldatenfamilien bildet das Hauptquartier des "House of Logistics & Mobility" (Holm). Dort hat das Vorbereitungsteam unter Professor Stefan Walter, dem Holm-Geschäftsführer, eine Etage bezogen und wird jetzt Geschäftspläne entwerfen und mit den Partnern Ideen austauschen. Die zur Eröffnung geladenen Gäste bekommen die neue Geschäftsstelle aber nur aus der Ferne zu sehen. Sie feiern mit Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch (FDP) und Frankfurts Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) im Casino des gegenüberliegenden Gebäudes der "LSG Sky Chefs". Die wenigsten werden aus dem Fenster einen Blick auf das schäbige Haus geworfen haben, das jetzt Hessens große Hoffnung auf eine erfolgreiche mobile Zukunft birgt.

Wie das "Holm" in den siebten Himmel gelobt wird, bevor es überhaupt seine Arbeit richtig aufgenommen hat. "Etwas Einzigartiges", "eine Chance für uns", ein "Leuchtturm". Mit solchen Superlativen überschlagen sich nicht etwa die Politiker, die dieses Vorhaben aufs Gleis gesetzt haben, sondern Manager gestandener Unternehmen: Joachim Wessels von der Deutschen Post, Matthias Hartmann von IBM oder Eran Gartner vom Lokomotivbauer Bombardier. Ihre Unternehmen machen mit bei "Holm" - und lassen sogar Geld springen. Die Post zum Beispiel vorerst 100.000 Euro.

„Holm“ elektrisiert

Frankfurt geht dagegen gleich in die Vollen. Der Brautpreis besteht aus 200.000 Euro, abgestellten Mitarbeitern und einem Grundstück. Zumindest hält die Stadt ein Grundstück vor, auf dem einmal das große Haus der Mobilität mit Campus entstehen soll. Über die Finanzierung müsse man aber noch reden, kürzt Oberbürgermeisterin Roth die Frankfurter Spendierhose ein wenig herunter.

In zwei, drei Jahren könnte es ein neues, größeres Fest mit denselben und noch mehr Gästen geben. Bis dahin soll das richtige Hauptquartier aus dem Boden gestampft sein, ein "Thinktank", von dem aus die vier beteiligten Hochschulen hochqualifizierte Logistiker auf die Fahrt schicken, in dem Verkehrsinnovationen made in Hessen ausgebrütet werden und Mobilitätsunternehmen in einer Art Schaufenster ihre Leistungsstärke demonstrieren. Staatssekretär Klaus-Peter Güttler, der Vorsitzende der Gründungsinitiative, ein Mann der nüchternen Arbeit, ist für seine Verhältnisse geradezu überschwänglich. "Holm" elektrisiert nicht nur ihn.

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