27.12.2006 · Im neuen Jahr werden die Strompreise erhöht. In Hessen steigen die Kosten im Durchschnitt um 3,6 Prozent. Dabei gibt es innerhalb des Landes erhebliche Preisunterschiede. Ein Wechsel kann sich lohnen.
Von Manfred KöhlerEine Runde mußten die hessischen Energieversorger aussetzen - doch 2007 ist es wieder so, wie es bis 2005 auch immer war: Das Jahr beginnt mit höheren Strompreisen. Erhöhungen im Durchschnitt von 3,6 Prozent hat ihnen jetzt der hessische Wirtschaftsminister Alois Rhiel (CDU) genehmigt, nachdem er zu Beginn des Jahres 2006 sämtliche Anträge auf Erhöhungen abgelehnt hatte. Lediglich drei Unternehmen haben für 2007 keine Erhöhungen beantragt: die Mainova AG in Frankfurt, die Stadtwerke Bad Vilbel und die Stadtwerke Bad Nauheim. Das gilt allerdings lediglich für die Nettopreise; die Mehrwertsteuererhöhung geben auch diese Unternehmen an ihre Kunden weiter.
Wie ein Vergleich der Nettopreise zeigt, bleibt es im neuen Jahr dabei, daß sich die Strompreise von Ort zu Ort erheblich unterscheiden. Daran hat auch die Praxis der Genehmigung der Strompreise nichts geändert, die in diesem Jahr detaillierter war als je zuvor, weil nun auch die Kosten, die für Bau und Unterhaltung der Stromleitungen anfallen, unter die Lupe genommen wurden.
Unterschiede von bis zu 42 Euro
Bei einem Verbrauch von 3000 Kilowattstunden, wie er für einen Drei- bis Vierpersonenhaushalt als typisch gelten kann, ergeben sich im Rhein-Main-Gebiet nach der hier veröffentlichten Zusammenstellung des hessischen Wirtschaftsministeriums schon bei den Nettopreisen Unterschiede von bis zu 42 Euro.
Wer beim Strom sparen will, kann sich im Internet auf verschiedenen Seiten informieren, zum Beispiel bei www.verivox.de. Manchmal hilft es schon, wenn man in einen anderen Tarif des gleichen Unternehmens wechselt, manchmal hilft nur ein Wechsel zur Konkurrenz. Bei dem erwähnten Verbrauch von 3000 Kilowattstunden wird allerdings zum Beispiel die Mainova in Frankfurt derzeit nur von dem Berliner Unternehmen Flexstrom unterboten, bei dem man aber ein Jahr im voraus zahlen und seinen Verbrauch sehr gut einschätzen muß, weil man eine bestimmte Menge kauft, bei deren Überschreiten der günstige Tarif dann nicht mehr gilt.