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Chemieindustrie Strom aus Wasser und Luft für Häuser, Boote und Laptops

11.05.2005 ·  Der Industriepark Höchst schärft sein Profil als Standort für Firmen der zukunftsträchtigen Brennstoffzellen-Technologie. Nach der Pemeas Fuel Cell Technologies GmbH hat sich nun die Firma Cardec dort angesiedelt. Sie will Brennstoffzellen für Häuser, Boote und Laptops herstellen.

Von Thorsten Winter
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Der Industriepark Höchst schärft sein Profil als Standort für Firmen der zukunftsträchtigen Brennstoffzellen-Technologie. Nach der Pemeas Fuel Cell Technologies GmbH, die mit Membran-Elektroden-Einheiten die Herzstücke von Brennstoffzellen entwickelt und herstellt, hat sich nun die Firma Cardec dort angesiedelt. Das von den Ingenieuren Uz Baumgart und Jens Friederici gegründete und geleitete Unternehmen baut Brennstoffzellen-Systeme nach den Wünschen des jeweiligen Kunden. Dabei verarbeitet Cardec auch Produkte von Pemeas, die als technologisch überlegen gelten. Brennstoffzellen-Systeme gebe es bislang „nicht von der Stange“, deshalb sei Ingenieursleistung gefragt.

Wie Friederici auf Anfrage sagte, zielt Cardec auf drei Märkte: Zum einen will die Firma Wärme und Strom spendende Heizsysteme liefern, bei denen Energie aus Wasserstoff und Luft entsteht. Da die Stromproduktion aus regenerativen Energiequellen subventioniert werde, sei der Einbau dieser Technik für Hauseigentümer zu finanzieren. Bis Jahresende sollen Prototypen von Brennstoffzellen-Systemen für Hausheizungen unterschiedlicher Leistung hergestellt werden.

Patent auf eine Wasserstoff-Tanktechnologie

Zweitens sind Geräte im Angebot, die Segelboote und batteriebetriebene Industriefahrzeuge mit Strom versorgen. Zupaß kommt ihr ein Patent auf eine Wasserstoff-Tanktechnologie. Eine Brennstoffzelle nebst Wasserstofftank zu nutzen, koste weniger Geld als der Batteriebetrieb. Daraus folge Einsparpotential für Unternehmen, die solche Fahrzeuge in ihren Fabriken nutzten, sagte Friederici.

Zum dritten hat die Firma die Energieversorgung für Laptops im Auge. Mit einer Brennstoffzelle von der Größe einer halben Schuhschachtel könne ein solcher Computer zehn bis 20 Stunden genutzt werden. Zu diesem Zweck werde Cardec Membran-Elektroden-Einheiten von Pemeas verarbeiten. Diese Produkte seien bei großer Stückzahl kostengünstig.

Serienproduktion soll 2006 beginnen

Im nächsten Jahr schon wollen Baumgart und Friederici die Serienproduktion von Hausheizungen mit Brennstoffzellen im Industriepark Höchst aufnehmen. Die Zeit sei dafür reif. Brennstoffzellen sei sehr effizient. Zudem erwarten die Unternehmer einen Preisverfall. Den Standort loben sie: „Hier können wir wachsen.“ Der Industrieparkbetreiber Infraserv unterhält dort ein Brennstoffzellen-Blockheizkraftwerk, das die Pemeas-Pilotanlage versorgt.

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