21.01.2009 · Das Chemieunternehmen Celanese hat im Industriepark Frankfurt-Höchst etwa die Hälfte der Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Celanese begründet die Kurzarbeit mit der schwachen Nachfrage nach Chemieprodukten.
Von Thorsten WinterCelanese hat im Industriepark Frankfurt-Höchst etwa die Hälfte der Mitarbeiter im Kurzarbeit geschickt. Dies bestätigte ein Sprecher des Chemieunternehmens der Rhein-Main-Zeitung. Für die Kurzarbeitregelung hat Celanese nach seinen Worten mit den Arbeitsnehmervertretern eine Betriebsvereinbarung getroffen, die für ein halbes Jahr gilt.
Als Grund für die Kurzarbeit nennt die Tochterfirma des amerikanischen Konzerns Celanese Corporation das „derzeitige wirtschaftliche Umfeld und die absehbar anhaltend schwache Nachfrage nach Chemieprodukten“. Celanese stellt im Höchster Industriepark Chemikalien her, die von einer Reihe von Branchen verarbeitet werden. Dazu zählen Farben- und Klebstoffehersteller und die gebeutelte Autoindustrie. Auf dem Stammgelände der einstigen Hoechst AG beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter; die Zahl schließt die Belegschaft der Tochtergesellschaft Nurinova ein, die Nahrungsmittelzusätze wie Konservierungsstoffe und Süßungsmittel herstellt.
Von der Kurzarbeit betroffen sind die Geschäftszweige Chemicals und Emulsions und dabei sowohl die Produktion als auch die Technik und die Analytik. Wie der Sprecher mitteilte, wird die Kurzarbeit verwirklicht, indem die Schichten in den einzelnen Betrieben ausgedünnt werden. Das Ausmaß sei von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. In Unternehmensteilen, in denen nicht in Schichten gearbeitet wird, ist demnach die Zahl der Arbeitstage bis auf weiteres verringert worden. Zuvor seien Arbeitszeitkonten abgebaut worden.