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Chemie & Pharma Darmstädter Merck-Konzern mit Flüssigkristallen auf Erfolgskurs

29.04.2004 ·  Mit zweistelligen Zuwächsen beim Verkauf von medizinischen Nachahmerpräparaten und Flüssigkristallen steuert der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck auf Erfolgskurs.

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Mit zweistelligen Zuwächsen beim Verkauf von medizinischen Nachahmerpräparaten und Flüssigkristallen steuert der Darmstädter Chemie- und Pharmakonzern Merck auf Erfolgskurs. So stieg der Umsatz im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,5 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 163 Millionen Euro um 9,4 Prozent höher, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Nach Steuern konnte Merck 101,7 Millionen Euro verbuchen - ein Fünftel mehr als in den ersten drei Monaten 2003.

Damit setzt Merck seine Umstrukturierung erfolgreich fort. Der Einstieg in das Geschäft mit den Nachahmerpräparaten (Generika) zahlt sich inzwischen aus. Der Umsatz in dieser Sparte hat im ersten Quartal das Geschäft mit den Original-Medikamenten überflügelt, das wegen auslaufender Lizenzen um sechs Prozent zurückgegangen ist. Mit dem neuen Krebsmedikament Erbitux will das Unternehmen diesen Trend aber stoppen. Nach der Marktzulassung in der Schweiz erzielte Merck damit bereits einen Umsatz von knapp 5 Millionen Euro. Diese Zahl soll sich vervielfachen, wenn im Sommer die europäische Zulassung erfolgt.

Als Verkaufsschlager erweisen sich die Flüssigkristalle für Bildschirme, für die das Unternehmen im vergangenen Jahr mit dem deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet wurde. Die Sparte verzeichnete ein Wachstum von mehr als 60 Prozent auf 136 Millionen Euro. Mit Elektronikchemikalien konnte Merck einen Zuwachs von zehn Prozent auf 50 Millionen Euro erzielen. Das Geschäft mit der Belieferung von Laboren ging dagegen weiter zurück. Dort erreichte das Unternehmen einen Umsatz von 582 Millionen Euro, 4,5 Prozent weniger als im Vorjahresquartal. Diese Sparte taucht jedoch letztmalig in der Bilanz auf, da sie im Frühjahr für 1,68 Milliarden Dollar (1,39 Milliarden Euro) an die Investmentgesellschaft Clayton, Dubilier & Rice, verkauft wurde. Mit dem Erlös will Merck Schulden tilgen.

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