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Börsengang Zum Auftakt ein Kursplus für Francono-Rhein-Main

15.09.2006 ·  Immobilienfirma Franconofurt AG bringt Tochter an die Börse

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Ein Gläschen Champagner gönnten sich Metehan Sen und Carsten Siegert am Freitag mittag. Der Grund: Das von ihnen und Christian Wolf geführte Frankfurter Immobilienunternehmen Franconofurt AG hat die Tochterfirma Francono-Rhein-Main AG erfolgreich an die Börse gebracht - und gleich ein schönes Kursplus verzeichnet. Sieben Millionen Aktien sind zu 3,10 Euro je Anteilsschein im wesentlichen an Banken verkauft worden. Namen nannte der Vorstand zwar nicht, Siegert sagte aber: „Die vier großen in Frankfurt sind dabei.“

Zudem hat das Bankhaus Sal.Oppenheim die Aktie der Francono-Rhein-Main für ein Zertifikat erworben, das gehandelt wird und mit Anteilsscheinen von Unternehmen hinterlegt ist, die seit kurzem an der Börse sind; dazu zählt auch Franconofurt, die selbst erst seit Juni vergangenen Jahren börsennotiert ist. Im Tagesverlauf pendelte der Kurs von Francono-Rhein-Main zwischen 3,25 und 3,40 Euro.

Ergebnis fast vervierfacht

Der Erlös von 22 Millionen Euro will das Unternehmen zum Ankauf weiterer Wohnhäuser nutzen. Wie Siegert sagte, erwirbt die Francono-Rhein-Main AG ausschließlich Immobilien im Raum Frankfurt und hat laut Sen schon 44 Millionen Euro investiert; bis Jahresende sollen es 105 Millionen Euro werden, ergänzte er. Bisher ist die Firma im Speckgürtel Frankfurts sowie in Darmstadt, Hofheim, Mainz und Wiesbaden fündig geworden. Toplagen in der Frankfurter Innenstadt meidet sie - auch um nicht in Konkurrenz zur Francono-Residence AG zu treten, die für das klassische Geschäft der Muttergesellschaft steht: Diese erwirbt Häuser, teilt sie in Eigentumswohnungen auf, um diese wiederum zu verkaufen.

Mit diesem Geschäftsmodell schreibt Franconofurt seit Anbeginn schwarze Zahlen. Im ersten Halbjahr 2006 hat sie Erträge von 2,56 auf 9,6 Millionen Euro erhöht sowie den Gewinn vor Steuern und Zinsen auf knapp zwei Millionen Euro mehr als verdreifacht. Der Gewinn je Aktie stieg, belastet durch die Kosten des neuen Börsengangs, von sechs auf 16 Cent. Wie Siegert sagte, will die Franconofurt eine Dividende von 60 Cent je Aktie für 2006 zahlen. Das Jahresnettoergebnis soll sich durch den Börsengang der Francono-Rhein-Main, an der die Franconofurt mehrheitlich beteiligt bleibt, bei zwei Euro landen, nach 24 Cent im vergangenen Jahr.

Franconofurt AG strebt in den SDax

Die Franconofurt AG beschäftigt derzeit 32 Mitarbeiter und will zehn weitere einstellen; zum Börsengang war es noch lediglich ein halbes Dutzend gewesen. Die Gesellschaft will nach Angaben von Siegert nach dem erfolgreichen Börsengang jedes Jahr ein neues Wohnungsportfolio an die Börse bringen. Derzeit spreche der Vorstand mit möglichen Partnern in Köln und Hamburg, um in der einen oder der anderen Region eine Gesellschaft nach dem Vorbild der Francono-Rhein-Main zu formen. Der Partner sollte dabei auch eigenes Geld investieren, so der Vorstand.

Wie Siegert weiter ausführte, strebt das Unternehmen zum Jahresende den Wechsel beider Aktien aus dem Entry Standard in den Prime Standard an. Für die Franconofurt werde die mittelfristige Aufnahme in den Kleinwerteindex SDax angepeilt.

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