Home
http://www.faz.net/-gzj-11zqg
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Billigflieger Ryanair bietet neue Verbindungen ab Hahn

24.02.2009 ·  Wenige Wochen nach der Verhinderung einer Terminalgebühr auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn hat die Billigfluglinie Ryanair vier zusätzliche Verbindungen von dort aus angekündigt. Damit löst Ryanair das Wachstumsversprechen ein, das mit der Rücknahme des „Hahntaler“ verbunden war.

Artikel Bilder (1) Lesermeinungen (0)

Wenige Wochen nach der Verhinderung einer Terminalgebühr auf dem Hunsrück-Flughafen Hahn hat die Billigfluglinie Ryanair vier zusätzliche Verbindungen von dort aus angekündigt. Im Sommerflugplan werde die Zahl der Strecken auf 50 erhöht, teilte das irische Unternehmen in Frankfurt mit. Damit löse man das Wachstumsversprechen ein, dass das Unternehmen nach der Rücknahme des angestrebten „Hahn-Talers“ von drei Euro pro Passagier abgegeben habe. Für den Fall der Einführung hatte die Gesellschaft mit dem Abzug von Maschinen gedroht (Luftfahrt: Ryanair setzt sich am Flughafen Hahn durch).

Neu sind die Ziele Alicante in Spanien, Rimini in Italien, Carcassonne in Frankreich und Osijek in Kroatien. Ein neues Flugzeug soll nach den Worten von Ryanair-Vize Michael Cawley frühestens im kommenden Winter auf dem Hunsrück-Flughafen stationiert werden. Bislang stehen dort elf Maschinen. Die neuen, von anderen Ryanair- Basen geflogenen Verbindungen sollen das Ryanair-Passagieraufkommen in Hahn auf 4,2 Millionen steigern und bis zu 4200 Arbeitsplätze am Flughafen sichern. Damit würden Umsätze von rund 400 Millionen Euro generiert.

Ryanair bisher nicht als möglicher Investor gefragt

In Folge der gescheiterten und von Ryanair strikt abgelehnten Gebühr war der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport aus dem bislang defizitären Hahn ausgestiegen und hatte seine Anteile an das Land Rheinland-Pfalz veräußert. Dessen Wirtschaftsminister Hendrik Hering (SPD) kündigte am Dienstag ein Konzept zur Weiterentwicklung in etwa zwei Monaten an. Es solle eine Entwicklungsgesellschaft gegründet werden, die rund 250 Hektar nicht für den Flugbetrieb benötigte Flächen vermarkten soll.

Auch nach einem Investor für den Flughafen werde man sich zum geeigneten Zeitpunkt umsehen, kündigte Hering an. Cawley sagte, dass Ryanair bislang nicht gefragt worden sei. Grundsätzlich sei man zwar gesprächsbereit, habe aber auch im eigenen Kerngeschäft genug zu tun. Das Land Rheinland-Pfalz hält nach dem Fraport-Ausstieg 82,5 Prozent der Anteile am Flughafen Hahn, das Land Hessen 17,5 Prozent.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Perspektivlosigkeit ist Gift

Von Rainer Schulze

Die Zukunft der Wohnungsbaugesellschaft Nassauische Heimstätte ist unklar. Das Land will sich von der Beteiligung trennen - Frankfurt hat die Hand gehoben. Eine Entscheidung tut not. Mehr