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Banken Dresdner Bank will 400.000 neue Kunden gewinnen

26.02.2007 ·  Die Dresdner Bank will im Privatkundengeschäft deutlich zulegen. Bis spätestens 2008 sollen 400.000 zusätzliche Kunden in Deutschland gewonnen und der Marktanteil auf zehn Prozent gesteigert werden.

Von Christian Siedenbiedel
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Die Dresdner Bank will im Privatkundengeschäft deutlich zulegen. Vor allem die Kooperation mit dem Vertrieb der Muttergesellschaft Allianz soll ausgebaut werden, wie Vorstandschef Herbert Walter gestern bei der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt sagte. Tausend Allianz-Agenturen sollten durch Mitarbeiter der Dresdner Bank verstärkt werden; die ersten 100 davon seien als Pilotprojekt bereits an den Start gegangen. Zunächst werde an die Agenturen sowohl ein Schriftzug der Dresdner Bank als auch einer der Allianz angebracht. Langfristig sei es denkbar, diese gemeinsamen Agenturen unter dem Namen „Allianzbank“ zu betreiben, so Walter. Unter diesem Namen tritt der Konzern bereits in Ungarn auf.

Bis spätestens 2008 will die Bank durch verstärktes Engagement 400.000 zusätzliche Kunden in Deutschland gewinnen und mit dann 6,5 Millionen Kunden im Breitengeschäft auf einen Marktanteil von zehn Prozent kommen, wie Walter sagte. Bis zum Jahresende wolle die Bank gemeinsam mit der Versicherung ein Angebotspaket vorlegen, das mit besonders einfachen Produkten für die wichtigsten Bedürfnisse der Zielkunden ausgestattet sei. Es solle sowohl über die Allianz-Agenturen als auch über die Dresdner-Bank-Filialen und das Internet vertrieben werden.

„Alle Produkte müssen leicht verständlich sein“

„Sie müssen sich das so vorstellen“, sagte Walter, „da gibt es dann eine Internetseite mit sagen wir acht Produkten, die sehr übersichtlich untereinander angeordnet sind.“ Eines betreffe beispielsweise die Vorsorge, eines die Anlage, eines die Finanzierung. „Alle Produkte müssen leicht verständlich und performancestark sein“, sagte Walter - und verglich das Angebot mit dem, was eine große deutsche Direktbank auf bestimmten Feldern mache.

Zum Jahresergebnis für 2006 sagte Walter: „Wir sind auf einem guten Weg. Wir sind zurück im Markt und wachsen profitabel.“ Das operative Ergebnis hat die Bank mehr als verdoppelt, um 755 Millionen Euro auf 1,35 Milliarden. Beim Jahresüberschuss hingegen musste sie laut Finanzbericht erhebliche Einbußen hinnehmen; er sank von 1,7 Milliarden auf 870 Millionen Euro. Nach Angaben von Finanzvorstand Klaus Rosenfeld ist allerdings irreführend, aus der letztgenannten Veränderung auf eine Verschlechterung des Ergebnisses zu schließen. Vielmehr habe es hier verzerrende Auswirkungen der rückwirkenden Anwendung neuer Rechnungslegungsstandards (IAS 39) im Zusammenhang mit dem Verkauf von Anteilen an der Allianz und Münchener Rück gegeben; bereinigt um diese Effekte, habe der Jahresüberschuss 2005 bei nur 457 Millionen Euro gelegen.

Zuwächse bei der Riester-Rente

Wie andere Banken so hatte auch die Dresdner 2005 damit zu kämpfen, dass sich die sogenannten Zinsstrukturkurve abflachte und damit die Marge im zinsabhängigen Privatkundengeschäft sank. Dahinter steckt die Entwickung, dass nach den Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank sich die kurzfristigen Zinsen nicht mehr so stark wie früher von den langfristigen unterscheiden. Anders als etwa kleinere Institute konnte die „Beraterbank“ diesen Effekt jedoch zum Teil dadurch ausgleichen, dass sie bei Großengagements, sogenannten syndizierten Krediten, traditionell relativ stark ist und hier die Erträge um 19 Prozent steigern konnte.

Unter dem Strich stieg der Zinsüberschuss um 451 Millionen auf 2,66 Milliarden Euro. Der Provisionsüberschuss nahm um 145 Millionen auf 2,84 Milliarden Euro zu. Hier stiegen die Erträge im Wertpapiergeschäft um 10 Prozent, das verwaltete Vermögen erhöhte sich um 14 Milliarden Euro. Auch im Versicherungsgeschäft, beispielsweise bei Riester-Renten, legte die Bank zu, hinsichtlich der Erträge insgesamt um 34 Prozent.

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