02.12.2004 · Bei Opel verhandeln Unternehmensleitung und Betriebsrat weiter über den Abbau von Arbeitsplätzen. Der Konzern geht derweil beim Vertrieb in die Offensive. Im Oktober sind 32.000 Autos bestellt worden - die höchste Zahl seit Jahren.
Der Automobilbauer Opel will den Verkauf mit einer bundesweiten Vertriebsoffensive ankurbeln. Die Kontakte zu den Händlern sollen intensiviert werden, sagte der neue Vertriebsdirektor Jean-Marc Gales am Donnerstag in Dresden. Besonders in den ländlichen Gebieten würden neue Kooperationspartner gesucht. „Unser Ziel ist es, die zehn vor dem Komma beim Marktanteil im kommenden Jahr zu erreichen“, sagte er.
Die Neuordnung des Vertriebs ist laut Gales Bestandteil der Restrukturierungsmaßnahmen bei Opel. Der Mutterkonzern General Motors hat seinen europäischen Töchtern Sparpläne verordnet. Allein in Deutschland sollen bis zu 10.000 Stellen wegfallen.
32.000 Autos wurden im Oktober bestellt
Nach Angaben von Gales gingen im Oktober rund 32.000 Auftragsbestellungungen für Opel-Fahrzeuge ein, der höchste Wert seit Jahren. Über die in den Regionen verwurzelten Händler sollen den Kunden neue Modelle und Programme nahe gebracht werden. „Kaufentscheidend sind aber nicht nur zusätzliche Angebote beim Autokauf, sondern vor allem die Qualität der Fahrzeuge“, sagte Gales. Auch zum Teil jahrelange Bindungen zwischen den Autohäusern und ihren Kunden zahlten sich aus und sollten künftig mehr genutzt werden.
Derzeit gibt es ein bundesweites Netz von 14.500 Verkaufs- und rund 1.000 Servicestationen. Etwa 100 offene Punkte vor allem in ländlichen Regionen wurden erkundet, von denen etwa die Hälfte bis Jahresende verschwinden sollen. 150 neue Mitarbeiter im Verkauf sollen künftig für Gewerbekunden zuständig sein. In diesem Bereich soll der derzeitige Marktanteil von acht Prozent auf zwölf Prozent im neuen Jahr steigen.