29.10.2008 · Lufthansa-Vorstandschef Mayrhuber hat die rot-grünen Pläne zum Ausbau des Frankfurter Flughafens scharf verurteilt. „Die jüngsten Vereinbarungen einer möglichen neuen Landesregierung in Hessen wären pures Gift.“ Auch Bankenverbands-Präsident Müller drängt auf einen raschen Ausbau.
Lufthansa-Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber hat die rot-grünen Pläne zum Ausbau des Frankfurter Flughafens scharf verurteilt. „Die jüngsten Vereinbarungen einer möglichen neuen Landesregierung in Hessen wären pures Gift“, sagte Mayrhuber am Mittwoch auf der Quartalspressekonferenz in Frankfurt. Die Pläne gefährdeten die Wettbewerbsfähigkeit „und damit viele tausend Arbeitsplätze in Hessen“. Der Koalitionsvertrag von Rot-Grün sieht vor, nachträglich ein Nachtflugverbot durchzusetzen. Der Baubeginn für die vierte Landebahn soll zudem bis zur endgültigen gerichtlichen Klärung, höchstens aber bis Ende 2009 verzögert werden.
Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat derweil abermals vor einer Verzögerung beim Ausbau des Frankfurter Flughafens gewarnt. Die Frage, ob damit in ein paar Monaten oder erst nach neuer endloser Debatte begonnen werde, sei existenziell für die Wirtschaft, sagte Koch am Dienstagabend beim Hessischen Unternehmertag in Wiesbaden. Der Bankenverbands-Präsident und Fraport-Aufsichtsrat Klaus-Peter Müller stimmte zu. „Wir werden mit Ihnen mutig, entschlossen und entschieden dafür kämpfen, dass dieser Flughafen erweitert wird, und zwar so schnell wie möglich“, sagte Müller zum anwesenden Fraport- Chef Wilhelm Bender.