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Wohngebiet evakuiert : Wieder Bombensprengung in Marburg

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Explosiv: Auch sieben Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs werden auch in Hessen noch Fliegerbomben entdeckt - so nun wieder in Marburg Bild: dpa

Erst im vergangenen Monat wurde in der Universitätsstadt eine Bombe gesprengt, nun wurde wieder ein Blindgänger gefunden. Bewohner eines nahen Wohngebiets müssen wegen der Sprengung ihre Häuser verlassen.

          Innerhalb weniger Wochen wird in Marburg erneut eine Bombe aus dem Zweitem Weltkrieg gesprengt. Rund 580 Menschen müssen dafür am Mittwochmorgen aus einem Wohngebiet in einem Umkreis von rund 500 Metern um den Fundort evakuiert werden, teilte die Stadt am Montag mit. Es bestehe die Gefahr, dass bei der Sprengung Trümmerteile weggeschleudert würden. Erst im vergangenen Monat hatten Hunderte Menschen in Marburg ihre Wohnungen verlassen müssen, weil ein Blindgänger gesprengt wurde.

          Die 50-Kilogramm-Bombe war vergangene Woche vom Kampfmittelräumdienst bei Untersuchungen im Wald auf den Marburger Lahnbergen entdeckt worden. Da sie unter einem Baum im Boden liegt, kann der Zünder nicht erreicht und ausgebaut werden, so dass die Bombe gesprengt werden muss. Etwa 100 Einsatzkräfte werden vor Ort sein.

          Die Anwohner sollen nach einer Empfehlung der Stadt ihre Autos unterstellen und ihre Tiere nicht ins Freie lassen. Die Straßen werden gesperrt. Die betroffenen Kliniken auf den Lahnbergen mit ihren insgesamt 160 Patienten werden nicht evakuiert, dürfen jedoch nicht verlassen werden. Ein Altenheim wird seine Bewohner in ein anderes Gebäude verlegen.

          Eine Druckwelle, die Fenster zerstören könnte, ist laut Auskunft der Stadt nicht zu erwarten. Etwa um zwölf Uhr sollen die Menschen in ihre Häuser in dem Wohngebiet am oberen Ortenberg zurückkehren können. Für Fragen der Bürger hat die Stadt ein Infotelefon eingerichtet.

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