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Wetzlar : Flüchtlinge kritisieren fehlende Toiletten und Wartezeit

  • Aktualisiert am

Hab und Gut: Vor den Festzelten haben die Flüchtlinge in Wetzlar ihre Kleidung aufgehängt. Bild: Frank Röth

Seit Wochen harren sie in der Erstaufnahme aus: Flüchtlinge aus Wetzlar haben am Mittwoch vor dem Zeltdorf gegen ihre Unterbringung protestiert. Sie drohen sogar mit einem Hungerstreik.

          Sie können nicht mehr. Einige Flüchtlinge der Unterkunft in Wetzlar haben am Mittwoch gegen die Zustände in dem dortigen Zeltdorf protestiert. Nach Angaben eines Helfers kritisieren sie unter anderem, dass es zu wenige Toiletten gebe. Die Menschen wollten zudem wissen, wann sie endlich auf die Kommunen verteilt würden oder wann sie - freiwillig - ausreisen könnten. Sie lebten bereits seit Wochen in dem Zeltdorf.

          Rund 700 Personen sind in dem Lager in Wetzlar untergebracht. Viele von ihnen seien nach dem Besuch von Ministerpräsident Bouffier (CDU) enttäuscht, sagte der Helfer Harald Würges zu hr-info. Bouffier hatte am Montag sieben Unterkünfte in Hessen besucht, darunter auch jene in Wetzlar.

          Hungerstreik?

          Im Gespräch mit den Flüchtlingsvertretern habe man die Hintergründe für die Situation erläutert, berichtete eine Sprecherin des Regierungspräsidiums (RP). Weil es Fälle von Hepatitis A gab, musste demnach sichergestellt werden, dass die Menschen immun gegen die Infektionskrankheit sind, bevor sie an Kommunen weitergeleitet werden könnten. Die Untersuchungen benötigten Zeit, erste Ergebnisse lägen aber nun vor. Damit seien auch wieder Zuweisungen auf die Kommunen möglich.

          Ob das Gespräch die Flüchtlinge zufrieden gestellt hat, bleibt unklar. Zwar habe es nach Aussagen des RP bisher keinen „Hungerstreik“ gegeben. Mehreren Medienberichten zufolge drohen die Asylbewerber allerdings von Donnerstagmittag an in einen Hungerstreik treten zu wollen.

          Quelle: dpa/henk.

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