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Weihnachtspredigten Katholische Bischöfe fordern mehr Miteinander

 ·  Menschenwürde und Technik, ein stärkeres Miteinander sowie vergessene Opfer - das waren die zentralen Themen der Weihnachtspredigten katholischer Bischöfe in Hessen.

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Menschenwürde und Technik, ein stärkeres Miteinander sowie vergessene Opfer - das waren die zentralen Themen der Weihnachtspredigten katholischer Bischöfe in Hessen. Fuldas Bischof Heinz Josef Algermissen warnte, Menschenwürde verkomme zunehmend zum Spielball der Technik und „unbeherrschbarer Mächte“. „Präimplantationsdiagnostik, Bluttests zur Erkennung des Down-Syndroms bei Ungeborenen und deren Selektion infolgedessen, aber auch erleichterte Möglichkeiten zum Suizid offenbaren eine Respektlosigkeit hinsichtlich der Menschenwürde“, sagte Algermissen am ersten Weihnachtsfeiertag laut Redemanuskript im Fuldaer Dom. Die Kirche sei deshalb zum Handeln aufgerufen.

Der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst rief die Menschen in seiner Weihnachtspredigt zu mehr Miteinander auf. „Wo Menschen voreinander die Türe zugeschlagen haben, in Ehen und Familien, in Gemeinden und in der Kirche, schmerzen gerade am Weihnachtsfest die verschlossenen Türen in den Beziehungen“, sagte er laut vorab verbreiteten Predigttext an Heiligabend im Limburger Dom. Verschlossene Türen verführten zum Tod der Kommunikation. Wo die Tür zugefallen sei, könne man sich nicht mehr verstehen.

Opfer mehr in den Blick nehmen

Opfer müssten mehr in den Blick der Geschichte genommen werden, forderte der Mainzer Bischof Kardinal Karl Lehmann. „Die Sieger nehmen die erste Stelle ein. Die Opfer werden nur kurz, wenn überhaupt, erwähnt“, sagte er laut Mitteilung seines Bistums in seiner Weihnachtspredigt im Mainzer Dom. Geschichte müsse daher auch mit einer anderen Optik betrachtet werden, aus der Sicht derer, die zu Unrecht als Verlorene gesehen würden. Das Bistum Mainz erstreckt sich auch auf Teile Hessens.

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26.12.2012, 10:48 Uhr

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