Die Kasseler CDU hat einen als rechtsextrem eingestuften Kommunalpolitiker aus der Partei geworfen. „Wir sind froh, dass es nun offiziell ist“, begrüßte die Kreisvorsitzende, Hessens Wissenschafts- und Kunstministerin Eva Kühne-Hörmann, am Montag laut Mitteilung die Entscheidung des Parteigerichts. Vor etwa drei Monaten hatte der CDU-Kreisvorstand beantragt, den Mann aus der Partei zu werfen.
Dieser war Schriftführer des CDU-Stadtbezirksverbandes Kassel-Nord. Er soll im Internet unter einem Decknamen nationalsozialistisches Gedankengut verbreitet und einer rechtsextremen Gruppierung angehört haben. Er war im Jahr 2009 in die CDU eingetreten. Ein Mitglied kann laut CDU nur aus der Partei ausgeschlossen werden, wenn es vorsätzlich gegen die Satzung oder erheblich gegen deren Grundsätze oder Ordnung verstößt und ihr damit schweren Schaden zufügt.