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Wegen Kinderporno-Verdacht : Bewährung für früheren Lehrer der Odenwaldschule

  • Aktualisiert am

Der Lehrer war an der inzwischen geschlossenen Odenwaldschule tätig. Bild: dpa

Ein ehemaliger Lehrer der Odenwaldschule hatte Kinderpornos besessen. In der Berufung hat er nun eine mildere Strafe bekommen. Doch das letzte Wort könnte in dem Fall noch nicht gesprochen sein.

          Wegen Besitzes von Kinderpornos hat ein früherer Lehrer der inzwischen geschlossenen Odenwaldschule in einem neuen Prozess eine mildere Strafe erhalten. Das Landgericht Darmstadt verurteilte den 35 Jahre alte Mann am Donnerstag in dem Berufungsverfahren zu einem Jahr Haft auf Bewährung, wie das Gericht mitteilte.

          Der Mann war angeklagt gewesen, in seiner Zeit an der Privatschule zwischen 2011 und 2014 Unmengen entsprechender Dateien auf seinem Computer gehabt zu haben. Eine Begründung für das neue Urteil wurde nicht genannt.

          Das Amtsgericht Bensheim (Kreis Bergstraße) hatte den Mann im Februar dieses Jahres zu einer Haftstrafe von einem Jahr und zwei Monaten ohne Bewährung verurteilt. Er war zu diesem Zeitpunkt in Mecklenburg-Vorpommern auf einer neuen Stelle als Lehrer tätig. Verteidigung und Staatsanwaltschaft hatten Berufung eingelegt. Die Staatsanwaltschaft will prüfen, ob auch gegen die neue Entscheidung Rechtsmittel eingelegt werde.

          Der Fall des 35 Jahre alten Mannes gehört allerdings nicht zu dem Missbrauchsskandal mit mindestens 132 Opfern, der 2010 an die Öffentlichkeit kam und die Odenwaldschule erschütterte. Die Einrichtung ist mittlerweile insolvent.

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