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Vorbereitung für Bundesliga Die Eintracht macht mobil

 ·  Trainer Veh und seine Elf steigen in die Vorbereitung auf die Bundesliga ein. Zahlreiche Fans und mindestens sieben neue Spielergesichter werden erwartet.

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Die Eintracht geht auf Nummer sicher. Wenn der Frankfurter Fußball-Bundesligaverein an diesem Dienstag die Trainingsarbeit wieder aufnimmt, soll ein Dutzend Ordner im Einsatz sein, um den erwarteten Ansturm der Fanmassen rund um die Übungsplätze in vernünftige Bahnen zu kanalisieren. Spieler und Trainer des Erstliga-Aufsteigers, so die allgemeine Erwartung innerhalb des Klubs, werden bei ihrer ersten Einheit in Einstimmung auf die kommende Saison wohl von mehr als tausend großen und kleinen Anhängern beobachtet.

Das Wetter soll ungleich besser werden als bei der Abschlussfeier nach der glücklichen Zweitliga-Runde, als es in Strömen regnete. Zudem, das lehrt die Erfahrung der jüngeren Vergangenheit, haben sich die Ballstunden im Stadtwald gerade in Ferientagen wie diesen für Daheimgebliebene zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region entwickelt; auch deswegen werden die Parkplätze an der Tennisarena und am Gleisdreieck geöffnet sein. Im Vergleich mit der Konkurrenz melden sich Chefcoach Armin Veh und seine Leute verhältnismäßig spät wieder zurück. Beim FSV Mainz 05, zum Beispiel, hat schon vor zehn Tagen wieder der Alltag Einzug gehalten. Stand jetzt umfasst der Kader der Eintracht 26 Akteure. Neu im Aufgebot sind Schlussmann Kevin Trapp, der an diesem Sonntag 22 Jahre alt wird und vom 1. FC Kaiserslautern geholt wurde, Stefano Celozzi (23, Verteidiger, vom VfB Stuttgart), Bastian Oczipka (23, Verteidiger, von Bayer Leverkusen), Stefan Aigner (24, Mittelfeld, vom TSV München 1860) sowie Martin Lanig (28, Mittelfeld, vom 1. FC Köln). Weitere Neuerwerbungen werden voraussichtlich an diesem Dienstag von 15 Uhr an erstmals im Kreise ihrer künftigen Kollegen präsentiert: Olivier Occean (30, Stürmer, Greuther Fürth) und Takashi Iuni (24, Mittelfeld, VfL Bochum) absolvierten am Montag in der Medizinabteilung der Eintracht den obligatorischen Fitnesscheck und werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit anschließend im Beisein des Sportdirektors Bruno Hübner und des Vorstandsvorsitzenden Heribert Bruchhagen ihre Verträge unterzeichnen. Wobei gerade Bruchhagen so kurz nach dem Ende der Europameisterschaft nicht eben über einen Mangel an Beschäftigung wird klagen können. Denn nach wie vor ist es vor allem die ungeklärte Frage, wer künftig der Eintracht als Hauptsponsor wirtschaftlich besonders eng verbunden sein soll, die ihm und seinem neuen Vorstandskollegen Axel Hellmann Kopfzerbrechen bereitet. Meldungen, wonach die Krombacher-Brauerei als Nachfolger des Ende Juni ausgeschiedenen Unternehmens Fraport Hauptunterstützer werden könnte, wurden von der Pressestelle des Klubs nicht kommentiert. Was auch damit zu tun haben könnte, dass die Eintracht schon seit mehr als einem Jahrzehnt vom Geld der im mittelhessischen Lich ansässigen Bierbrauer gleichen Namens profitiert, die zu den sogenannten „Premiumpartnern“ zählen. Ein Sprecher der Licher-Brauerei äußerte sich zu den Spekulationen gegenüber dem Hessischen Rundfunk ausweichend. Man befinde sich „in Gesprächen über die zukünftige Ausgestaltung der Zusammenarbeit“, hieß es. Konkret geworden ist am Montag Lotto Hessen. Die Treuhandgesellschaft, seit 2005 schon Unterstützer der Eintracht, gehört ab sofort zum besonders geschätzten Kreis der „Premiumpartner“.

Das letzte Wort noch nicht gesprochen

Trotzdem sind große finanzielle Sprünge, um alle Wünsche von Trainer Veh und Sportdirektor Hübner nach einer nennenswerten Investition in die Qualität des Aufgebots zu erfüllen, augenblicklich nicht denkbar. Der Lizenzspieleretat ist mit knapp 25 Millionen Euro veranschlagt. Das sind lediglich sechs Millionen mehr als in den vergangenen Zweitligazeiten. In der Abstiegssaison 2010/2011 betrug der Ansatz noch 28 Millionen bei einem Gesamtumsatz der AG von rund 70 Millionen Euro.

Die Vorfreude auf den Saisonstart indes ist ungebrochen. Schon in der vergangenen Woche stoppte die Eintracht den Dauerkartenverkauf. Danach sicherten sich wie in den zurückliegenden Spielzeiten auch 26000 Anhänger ein Ticket, mit dem sie nicht nur alle zukünftigen Bundesligaspiele in der Frankfurter Arena sehen können. Für gewisse Begegnungen gibt es auch speziell nur für Dauerkarteninhaber ein Vorkaufsrecht - beispielsweise für den ewig jungen Südklassiker gegen den FC Bayern München. Im ersten Saisonspiel am letzten Augustwochenende gegen Bayer 04 Leverkusen müssen jedoch auch einige Stammkunden ungewohnte Zugeständnisse machen. Wegen diverser Fanverfehlungen hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes verfügt, dass insgesamt nur 20000 Besucher die Partie gegen Leverkusen verfolgen dürfen - 15.000 davon aus Frankfurt. Gegen dieses Urteil hat die Eintracht Einspruch eingelegt. Eine finale Entscheidung steht noch aus.

Auch bei einigen schon unter Vertrag stehenden Eintracht-Profis ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Martin Amedick, Georgios Tzavellas, Constant Djakpa und Rob Friend, so der Plan des Klubs, sollen so schnell wie möglich bei anderen Vereinen eine Beschäftigung finden. Konkrete Ergebnisse aber gibt es noch nicht, und so werden zumindest Amedick, Djakpa und Friend zum Trainingsstart an diesem Dienstag erwartet. Zwei Spieler, die während der siebenwöchigen Urlaubsphase nicht untätig gewesen und für ihre Nationen bei der Europameisterschaft im Einsatz gewesen sind, dürfen sich unterdessen noch ein paar Tage erholen: der Kroate Gordon Schildenfeld und der Grieche Tzavellas.

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