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Vogelgrippe auf dem Rückzug : Landesweite Stallpflicht für Geflügel aufgehoben

  • Aktualisiert am

Freigang: Die Zeit der landesweiten Stallpflicht in Hessen ist vorüber Bild: dpa

Das Risiko für weitere Vogelgrippefälle in Hessen ist zwar noch nicht gebannt. Die Vorzeichen für eine deutliche Entspannung der Lage haben sich aber verbessert.

           Die Vogelgrippe ist in Hessen auf dem Rückzug. Umweltministerin Priska Hinz (Die Grünen) hob die landesweite Stallpflicht deswegen am Mittwoch weitgehend auf. Der letzte infizierte Wildvogel sei am 6. März gefunden worden, erklärte die Ministerin in Wiesbaden. Durch die geänderten Witterungsverhältnisse werde sich der Infektionsdruck voraussichtlich noch weiter verringern. Dazu komme, dass der Frühjahrsvogelzug weitgehend abgeschlossenen sei. Wegen dieser Entwicklungen habe das Umweltministerium eine neue Risikoeinschätzung vorgenommen.

          Die Stallpflicht gilt nach Angaben der Ministerin nur noch in den definierten Risikogebieten in der Nähe von Wasservogelrast- und Wildvogelsammelplätzen sowie in den extra eingerichteten Restriktionszonen. Lokale Geflügelausstellungen seien damit bis auf weiteres auch wieder möglich. Seit Ausbruch der Vogelgrippe in Hessen gibt es 61 bestätigte Fälle des aktuellen Erregers: 60 Wildvögel und ein Rosapelikan aus dem Opel-Zoo.

          Der Vogelgrippeerreger sei aber immer noch vorhanden und könne jederzeit wieder aktiv werden, warnte Hinz. Alle Geflügelhalter seien daher nach wie vor zur größten Sorgfalt bei den Hygienemaßnahmen aufgerufen. Das Risiko einer Einschleppung des Geflügelpesterregers könne weiter nicht hundertprozentig ausgeschlossen werden. Das bestehende Wildvogelmonitoring werde daher intensiv weitergeführt, um eine erneute größere Ausbreitung der Vogelgrippe in der Wildvogelpopulation rasch zu erkennen.

          Als letzter bestätigter Fall in Hessen gilt ein Mäusebussard im Main-Kinzig-Kreis, bei dem das Virus H5N8 nachgewiesen wurde. Seit dem Ausbruch des aktuellen Vogelgrippeerregers Anfang November vergangenen Jahres wurden nach Angaben der Behörde bereits rund 3500 Proben von Vögeln auf das Virus untersucht.

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