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„Verwaltungsaufwand zu groß“ Pferdesteuer in Lauterbach offenbar vom Tisch

 ·  Lauterbach rückt von einem in Deutschland bislang einmaligen Plan ab: Die Einführung einer Pferdesteuer für Hobby-Reiter ist nun doch kein Thema mehr. Begründung: Der Verwaltungsaufwand ist zu groß.

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Die Einführung der Pferdesteuer ist in Lauterbach mit großer Wahrscheinlichkeit vom Tisch. Der Haupt- und Finanzausschuss strich diese Idee am Montagabend bei seiner Sitzung aus dem Maßnahmenkatalog, um den Haushalt der hochverschuldeten Vogelsberg-Kreisstadt zu verbessern. Am Mittwochabend entscheiden die Stadtverordneten, mit welchen Mitteln gespart werden soll. Die Pferdesteuer ist bei diesen Gedankenspielen aber nun kein Thema mehr.

Lauterbach wäre die erste Kommune in Deutschland gewesen, die die Pferdesteuer eingeführt hätte, wie Thomas Ungruhe von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung am Dienstag sagte. Diskutiert werde aktuell über solch eine Abgabe in Hessen aber noch in Bad Sooden-Allendorf und Hessisch Lichtenau.

„Der Verwaltungsaufwand ist zu groß“

Erwogen worden war in Lauterbach, Pferdehalter mit rund 200 Euro im Jahr zur Kasse zu bitten. Betroffen gewesen wären aber nur Hobby-Reiter, keine gewerblichen Pferdehalter in Zucht oder Landwirtschaft. Die Stadt versprach sich davon Einnahmen von 30 000 Euro jährlich. „Letztlich mangelt es aber an der Umsetzbarkeit. Der Verwaltungsaufwand ist zu groß - das sprach dagegen“, sagte Ungruhe.

Lauterbach muss dringend sparen, um unter den hessischen Rettungsschirm für notleidende Kommunen zu dürfen. Der Hessische Städte- und Gemeindebund hält die Pferdesteuer durchaus für ein Instrument, um Einnahmen anzukurbeln.

Beim Pferdesportverband Hessen trafen die Lauterbacher Pläne auf Proteste: Das Reiten wäre der einzige Sport, der besteuert würde, kritisierte Geschäftsführer Robert Kuypers. Getroffen hätte die Steuer vor allem Nachwuchsreiter. Zwei Drittel der Aktiven sei unter 21 Jahren. Es sei ein Irrglaube, dass viele Reiter wohlhabend seien.

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13.11.2012, 12:47 Uhr

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