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Schlüchtern : Wegen ein paar Euro das Gesicht verstümmelt

Versiegelt: die Wohnung in Schlüchtern, in dem die grausame Tat geschah Bild: dpa

Tagelang haben Ermittler gerätselt, weshalb ein Heranwachsender einem anderen Jugendlichen in Schlüchtern das Gesicht verstümmelt hat. Nun sind sie weiter.

          Ein Streit um Geld war vermutlich der Grund, warum einem 18 Jahre alten Mann in Schlüchtern das Gesicht verstümmelt worden ist. Das hat die Staatsanwaltschaft in Hanau  mitgeteilt. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 19 Jahre alter Mann in Untersuchungshaft, dem die Ermittler versuchten Mord vorwerfen. Nach ihren Angaben schweigt er zu dem Vorwürfen und den Hintergründen der Tat. Ausgesagt hat bisher lediglich das Opfer.

          Jan Schiefenhövel

          Freier Autor in der Rhein-Main-Zeitung.

          Die Bluttat hatte sich am 7.Oktober ereignet. Die beiden jungen Männer trafen sich in der Wohnung des älteren, wohl um über die Geldforderung zu sprechen. Der Jüngere forderte 50 Euro zurück, die er dem anderen Mann angeblich geliehen hatte. In der Wohnung kam es zum Streit, eine Nachbarin rief gegen 22Uhr die Polizei, weil sie Schreie hörte. Die Beamten brachen die Wohnungstür auf und fanden die beiden Männer in einer Blutlache vor. Der Achtzehnjährige wies schwerste Kopfverletzungen auf: Ihm war in den Hals und in die Augen gestochen worden, die Augenlider waren abgetrennt. Auch Nase und Ohren waren verletzt. In einer Notoperation konnte sein Leben gerettet werden, er wird aber fast blind bleiben, wie die Ermittler gestern mitteilten.

          Die Polizisten stellten am Tatort mehrere blutverschmierte Messer, eine Gabel und einen Kugelschreiber sicher. Den Ermittlern zufolge ist noch unklar, warum der Streit dermaßen in Gewalt ausartete und ob allein die Geldforderung der Grund für die Auseinandersetzung war. Beide Männer lebten als Flüchtlinge im Main-Kinzig-Kreis, der Achtzehnjährige ist Somalier, der Neunzehnjährige Eriträer.

          Quelle: RMZ

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