Während die vorläufigen Insolvenzverwalter von Neckermann weiter mit potentiellen Investoren sprechen, signalisieren Betriebe ihr Interesse an einer Übernahme von Mitarbeitern des Frankfurter Versandhändlers. Es hätten sich mehrere Firmen gemeldet, die Arbeitnehmer übernehmen könnten, sagten die Anwälte Michael Frege und Joachim Kühne.
Sie hatten am Mittwoch mitgeteilt, dass die Chancen zur Rettung des Versenders schwänden. Diesen Schritt begründeten sie im Gespräch mit der Rhein-Main-Zeitung mit der Notwendigkeit, den Mitarbeitern die Chance zu geben, ihre Interessen geregelt wahrzunehmen.
Lob für Mtarbeiter
Diesem Zweck sollen auch die Gespräche dienen, die die Agentur für Arbeit im Gebäude von Neckermann in Frankfurt-Fechenheim von Montag an anbieten wird. Die Insolvenzverwalter schätzen, dass zehn bis 20 Prozent der etwa 2200 Mitarbeiter in Frankfurt bald wieder eine Stelle finden dürften. Sie lobten die Mitarbeiter, die „gute und ehrliche Arbeit“ leisteten und mit dem Unternehmen verbunden seien.
Viele Abteilungen seien gut organisiert, dem Standort fehle aber die Auslastung. Die Umsätze erreichten derzeit 60 bis 80 Prozent des vor dem Insolvenzantrag im Juli üblichen Niveaus.