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Verein „Maisha“ Aufklärung im Kampf gegen Beschneidung von Mädchen

 ·  Zwölf Jahre war Agnes Kipsoi alt, als die Beschneiderin kam. Niemand in dem Dorf im Westen Kenias fand etwas Schlimmes daran. Doch das ändert sich, auch dank des Einsatzes der Frankfurterin.

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 07.02.2013 20:10 Uhr

Nach meiner Kenntnis ist die Beschneidung eine wichtige Einkommensquelle für die Beschneiderinnen

so das es nicht nur um religiöse Interessen geht und alles was damit verbunden ist.

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Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 11:28 Uhr
Horst Delmen

@Frau Paul

Warum ist es so vielen Menschen so furchtbar wichtig, dass männliche Beschneidung auf gar keinen Fall Unrecht und schlimm sein darf? Warum müssen Menschen wie Sie die Entfernung der Vorhaut als "Entfernung eines überstehenden Hautzipfels" verharmlosen?

In der Vorhaut befinden sich mehr Nervenzellen als an jeder anderen Stelle im männlichen Körper - viel mehr als z.B. in der Eichel. Es handelt sich keineswegs um einen funktionslosen Hautzipfel.

Und ja, die relativ harmloseste Form weiblicher Beschneidung, nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut ist exakt vergleichbar mit der männlichen Beschneidung. Ich lehne jegliche Verstümmelung von Kindern grundsätzlich ab. Dass die schwereren Formen weibl. Beschneidung noch schlimmer sind braucht man nicht diskutieren - aber Unrecht wird nicht Recht nur weil es schlimmeres Unrecht auf der Welt gibt.

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Claudia Paul
Claudia Paul (Nizzre) - 08.02.2013 07:52 Uhr

Beschneidungen bei Jungen...

Lieber Herr Keller,

offensichtlich gehören Sie zu denjenigen, die die Beschneidung von Jungen (Entfernung eines überstehenden Hautzipfels) mit der Beschneidung von Mädchen gleichsetzen.
Dabei scheint Ihnen - wie offensichtlich der Mehrheit der Anti-Jungen-Beschneidungs-Kämpfer - nicht bewußt zu sein, dass die Beschneidung von Mädchen in der geringsten Version bereits eine Amputation beinhaltet, die dem kompletten Abschneiden der männlichen Eichel gleichkommt.

In der extremsten Version ist sie eine Verstümmelung, die der antiken Kastration gleichkommt, bei der die Eunuchen, denen die kompletten Geschlechtsteile abgeschnitten wurden, nur noch durch Einführen einer Feder in die vernarbte Harnröhre urinieren konnten.
Und selbst dann wurden diese armen Invaliden NICHT wieder und wieder aufgeschnitten, um mit ihnen Geschlechtsverkehr auszuüben.

Und das setzen Sie gleich mit dem Verlust der VORHAUT?

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klaus keller
klaus keller (klkeller) - 07.02.2013 20:24 Uhr

PS: Die Beschneidungen bei Jungs sind auch in Deutschland nicht kostenlos.

ggf gelingt die Finanzierung nur mit Hilfe der Krankenkasse ?
Ich bin sicher das es auch Ärzte gibt die es auf keinen Fall nur des Geldes wegen machen.

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J Schneider
J Schneider (cp03525) - 07.02.2013 19:23 Uhr

Mit Vorsicht zu genießen

Ich habe ein Jahr im Sudan gelebt, dem Land mit den meisten Beschneidungen an Frauen. Es gibt vier versch. Beschneidungen. Einige sind wirklich fürchterlich und sollten hart bestraft werden. Über 90% der Frauen sind beschnitten und zwar überwiegend mittels einer Methode die nicht schlimmer ist als die Beschneidung beim Mann (welcher Mann würde seine Frau verstümmeln). Somit dürften wir und nach neusten Gesezten nicht mehr aus dem Fenster lehnen. Ich kenne "Marisha" nicht. Aber im allgemeinen gilt: Alles was von in Afrika operierenden Feministinnnen-NROs kommt ist mit Vorsicht zu genießen. Viele lehren z.B. den Frauen ihrem Mann rein präventiv kochendes Wasser ins Gesicht zu gießen wenn er betrunken nach Hause kommt. Ein beliebtes Thema ist auch die Diskriminierung der Frau durch die Aufgabe Wasser holen. In einigen Dörfern wo die Rollen getauscht wurden, wurden die Männer vom sich bedroht gefühlten Nachbardorf kastriert bzw. Enthauptet.Das wurde verschwiegen und unbeirrt weitergelehrt.

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Stefan Finke
Stefan Finke (stfin) - 07.02.2013 18:46 Uhr

Aufklärung ist das Beste, was wir kriegen können

... und jetzt noch gegen die aus denselben Gründen motivierte Beschneidung von Jungen, dann sind wir einen Schritt weiter.

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Jahrgang 1965, Redakteur in der Rhein-Main-Zeitung.

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