06.02.2013 · Zwölf Jahre war Agnes Kipsoi alt, als die Beschneiderin kam. Niemand in dem Dorf im Westen Kenias fand etwas Schlimmes daran. Doch das ändert sich, auch dank des Einsatzes der Frankfurterin.
Von Stefan Toepfer, FrankfurtRichtlinien für Lesermeinungen
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Nach meiner Kenntnis ist die Beschneidung eine wichtige Einkommensquelle für die Beschneiderinnen
so das es nicht nur um religiöse Interessen geht und alles was damit verbunden ist.
Antworten (3) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 08.02.2013 11:28 Uhr@Frau Paul
Warum ist es so vielen Menschen so furchtbar wichtig, dass
männliche Beschneidung auf gar keinen Fall Unrecht und schlimm sein
darf? Warum müssen Menschen wie Sie die Entfernung der Vorhaut als
"Entfernung eines überstehenden Hautzipfels" verharmlosen?
In der Vorhaut befinden sich mehr Nervenzellen als an jeder anderen
Stelle im männlichen Körper - viel mehr als z.B. in der
Eichel. Es handelt sich keineswegs um einen funktionslosen Hautzipfel.
Und ja, die relativ harmloseste Form weiblicher Beschneidung,
nämlich die Entfernung der Klitorisvorhaut ist exakt vergleichbar
mit der männlichen Beschneidung. Ich lehne jegliche
Verstümmelung von Kindern grundsätzlich ab. Dass die
schwereren Formen weibl. Beschneidung noch schlimmer sind braucht man
nicht diskutieren - aber Unrecht wird nicht Recht nur weil es
schlimmeres Unrecht auf der Welt gibt.
Beschneidungen bei Jungen...
Lieber Herr Keller,
offensichtlich gehören Sie zu denjenigen, die die Beschneidung von
Jungen (Entfernung eines überstehenden Hautzipfels) mit der
Beschneidung von Mädchen gleichsetzen.
Dabei scheint Ihnen - wie offensichtlich der Mehrheit der
Anti-Jungen-Beschneidungs-Kämpfer - nicht bewußt zu sein,
dass die Beschneidung von Mädchen in der geringsten Version bereits
eine Amputation beinhaltet, die dem kompletten Abschneiden der
männlichen Eichel gleichkommt.
In der extremsten Version ist sie eine Verstümmelung, die der
antiken Kastration gleichkommt, bei der die Eunuchen, denen die
kompletten Geschlechtsteile abgeschnitten wurden, nur noch durch
Einführen einer Feder in die vernarbte Harnröhre urinieren
konnten.
Und selbst dann wurden diese armen Invaliden NICHT wieder und wieder
aufgeschnitten, um mit ihnen Geschlechtsverkehr auszuüben.
Und das setzen Sie gleich mit dem Verlust der VORHAUT?
PS: Die Beschneidungen bei Jungs sind auch in Deutschland nicht kostenlos.
ggf gelingt die Finanzierung nur mit Hilfe der Krankenkasse ?
Ich bin sicher das es auch Ärzte gibt die es auf keinen Fall nur
des Geldes wegen machen.
Ich habe ein Jahr im Sudan gelebt, dem Land mit den meisten Beschneidungen an Frauen. Es gibt vier versch. Beschneidungen. Einige sind wirklich fürchterlich und sollten hart bestraft werden. Über 90% der Frauen sind beschnitten und zwar überwiegend mittels einer Methode die nicht schlimmer ist als die Beschneidung beim Mann (welcher Mann würde seine Frau verstümmeln). Somit dürften wir und nach neusten Gesezten nicht mehr aus dem Fenster lehnen. Ich kenne "Marisha" nicht. Aber im allgemeinen gilt: Alles was von in Afrika operierenden Feministinnnen-NROs kommt ist mit Vorsicht zu genießen. Viele lehren z.B. den Frauen ihrem Mann rein präventiv kochendes Wasser ins Gesicht zu gießen wenn er betrunken nach Hause kommt. Ein beliebtes Thema ist auch die Diskriminierung der Frau durch die Aufgabe Wasser holen. In einigen Dörfern wo die Rollen getauscht wurden, wurden die Männer vom sich bedroht gefühlten Nachbardorf kastriert bzw. Enthauptet.Das wurde verschwiegen und unbeirrt weitergelehrt.
Aufklärung ist das Beste, was wir kriegen können
... und jetzt noch gegen die aus denselben Gründen motivierte Beschneidung von Jungen, dann sind wir einen Schritt weiter.