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Verdacht bei den Ermittlern Der tote Internatsschüler nahm zuvor Designer-Drogen

Wie hat sich der Schüler eines Elite-Internats bis zum Tode berauscht? Ermittler und Schulleitung vermuten, ihm könnte eine neuartige Designer-Droge zum Verhängnis geworden sein. Auch das Betäubungsmittelgesetz hat mit Legal Highs seine Probleme.

© dpa Sie haben einen einen viel höheren THC-Gehalt als gewöhnlich und eine entsprechende anregende Wirkung: «Legal Highs».

Der 17-jährige Schüler, der nach einem Vollrausch tot vor dem Elite-Internat Schloss Bieberstein gefunden wurde, hat vermutlich eine neuartige Designer-Droge genommen. „Wir haben Hinweise darauf, dass er „Legal Highs“ geraucht haben könnte. Unsere Ermittlungen gehen in diese Richtung“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Fulda, Harry Wilke, am Freitag. Kommende Woche werden die Resultate toxikologischer Tests erwartet.

Der Junge war am Mittwochmorgen leblos vor dem Schulgebäude in Hofbieber entdeckt worden. Am Vorabend hatte dort eine Party stattgefunden und der Jugendliche hatte wohl weiter gefeiert.

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Die Mischungen sind ein „Riesenproblem“

Legal Highs werden zum Beispiel über das Internet oder in Headshops vertrieben. Sie erwecken den Anschein, dass es legale Rauschmittel sind, enthalten aber häufig Stimulanzien oder ähnliche chemische Wirkstoffe, die auf den Verpackungen nicht ausgewiesen werden. Für Drogenermittler sind die Mischungen ein „Riesenproblem“, wie Wilke sagte. Es werden immer wieder neue Stoffe kombiniert, um das Betäubungsmittelgesetz zu umgehen.

Die Kräutermischungen können ähnlich wie Cannabis unter Tabak gemischt und gerauscht werden. „Sie haben dabei einen viel höheren THC-Gehalt als gewöhnlich und knallen richtig rein. Aber normalerweise stirbt man davon nicht“, sagte Wilke. Der 17-jährige hatte nach Einschätzung der Ermittler den Mix aus Drogen und Alkohol nicht vertragen. Was in der fraglichen Nacht genau passierte, ist unklar.

Auch Schulleiter Helmut Liersch befürchtet, dass der Jugendliche die Designer-Droge genommen haben könnte. Er habe Anhaltspunkte. Liersch sagte, die Schule werde als Konsequenz des Unglücksfalls Taschen und Schränke stärker kontrollieren. Eine 100-prozentige Sicherheit könne es aber nicht geben. „Das schaffen nicht mal Gefängnisse in Deutschland.“ Durch Prävention will die Schule vermehrt aufklären. „Das ist der nachhaltigere Weg.“ Liersch rechnet nicht damit, dass die Eltern des Toten, die Schule juristisch zur Rechenschaft ziehen wird.

Quelle: faz.net mit LHE

 
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