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TV Großwallstadt Der Retter von der rechten Seite

 ·  Der Flügelspieler Michael Spatz trägt mit bislang 190 Treffern viel zum Großwallstädter Klassenverbleib bei.

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Michael Spatz ist die sportliche Lebensversicherung des TV Großwallstadt. Seit zwei Jahren wirft der Rechtsaußen die meisten Tore für den Traditionsverein vom Untermain, in der vergangenen Saison waren es in 33 Spielen der Handball-Bundesliga 209 Treffer, in dieser Spielzeit sind es bisher in 30 Spielen 190 Tore. „Es läuft gerade in dieser Saison richtig gut“, sagt er, „warum es Klick gemacht hat, weiß ich auch nicht so genau“. Mit dem Heimsieg gegen den TuS Lübbecke-Nettelstedt hat es für den ganzen Klub „Klick“ gemacht, ein weiteres Jahr Bundesliga ist endlich gesichert. „Davor haben wir richtig unter Druck gestanden“, sagt er, „jetzt können wir es etwas gelassener angehen.“ Ins Auswärtsspiel an diesem Sonntag beim Champions-League-Teilnehmer Füchse Berlin gehen die Großwallstädter als krasse Außenseiter, zumindest die beiden Heimspiele gegen Hildesheim und Hüttenberg aber will der TVG unbedingt noch erfolgreich gestalten und damit den einen oder anderen Platz in der Tabelle gutmachen. Ganz so wie in der Vorrunde.

Spatz, der im Sommer 2007 vom VfL Gummersbach nach Großwallstadt gewechselt war, ist längst zu einer Stütze des Teams und sogar zur Führungspersönlichkeit gereift. „Er ist einer unserer wichtigsten Spieler“, sagt Trainer Peter David, „Auf ihn ist immer Verlass.“ Die Konstanz in seiner Leistung führt der Spieler auf seine Gesundheit zurück. „Vor ein paar Jahren haben mich immer mal wieder Verletzungen zurückgeworfen“, erinnert er sich, „danach habe ich mich immer sehr schwergetan, wieder in Form zu kommen.“ In dieser Saison spielt er durchgehend, und dies meist auf hohem Niveau. Ein Dutzend Länderspiele hat Spatz für Deutschland bestritten - nur ein Dutzend. „Ich weiß nicht, warum es so wenige sind“, sagt der 29 Jahre alte Rechtsaußen, „wäre ich der Bundestrainer, würde ich mich jedenfalls zur Nationalmannschaft einladen.“ Schließlich seien die Zeiten, als der Platz auf Rechtsaußen zum Beispiel an Florian Kehrmann vergeben war, vorbei. Bisher hat der neue Bundestrainer Martin Heuberger dem Großwallstädter aber die kalte Schulter gezeigt. Mit den aktuellen Konkurrenten könne er sicher mithalten, glaubt Spatz. „Aber mehr als Leistung bringen und Tore werfen kann ich nicht tun“, sagt der Großwallstädter Torjäger, der nicht nur von den Trainern Michael Roth, Michael Biegler und Peter David profitiert hat, sondern auch davon, dass er beim TVG quasi konkurrenzlos ist. Es sei hilfreich, wenn man wie er fast in jedem Spiel 60 Minuten auf der Platte stehe. „Aber es ist natürlich auch ein Risiko, wenn es mal nicht so läuft.“ Dann sei der Druck riesengroß.

„Schließlich kommt ja auch meine Freundin von hier“

Bisher ist Spatz damit gut zurechtgekommen. Doch sicher wird es in Großwallstadt in der nächsten Spielzeit nicht einfacher. Mit Steffen Weinhold und Stefan Kneer verlassen zwei wichtige Rückraumspieler den Klub, was wieder einmal einen kleinen Neuaufbau nötig macht. Eingebunden in die Planungen des Klubs sei er als erfahrener Spieler nicht, „aber manchmal werde ich natürlich nach dem einen oder anderen Spieler gefragt“. Sein Vertrag beim TVG läuft noch bis zum Sommer 2013. Spatz macht keinen Hehl daraus, dass er gerne länger bleiben würde. „Ich fühle mich wohl in Großwallstadt“, sagt er. „Schließlich kommt ja auch meine Freundin von hier.“

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