Bei der verkürzten Gymnasialzeit G8 bleibt in Hessen ein deutlich höherer Anteil der Schüler sitzen als bei G9. Das geht aus einer Antwort des Kultusministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor.
In der neunten Klasse mussten demnach bei G8 im Schuljahr 2010/2011 genau drei Prozent der Schüler das Jahr wiederholen, das waren 651 Schüler. Bei G9 lag die Quote mit 1,5 Prozent nur halb so hoch - dies waren 16 Schüler. Ähnlich deutliche Unterschiede zwischen G8 und G9 bei den Versetzungen gibt es auch von der fünften bis zur achten Klasse.
Reform „grottenschlecht“ umgesetzt
Der Grünen-Abgeordnete Mathias Wagner nannte die Zahlen am Donnerstag „besorgniserregend“. Dies zeige, dass die Reform in Hessen „grottenschlecht“ umgesetzt worden sei. Die - inzwischen auch von der schwarz-gelben Regierungskoalition befürwortete - Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 sei daher umso wichtiger.
Für die Linke sind die Zahlen ebenfalls „wenig verwunderlich“. Schließlich würden die Lerninhalte in acht statt in neun Jahre gepackt, und die Stundenpläne seien überfrachtet, sagte Fraktionschefin Janine Wissler. „Weniger Leistungsdruck und Stress sind nötig, deshalb muss G8 vollständig zurückgenommen werden.“
Super!
Dr. Bernd Casmir (bcasmir)
- 17.08.2012, 17:33 Uhr
Ferien kürzen
Volker Hübner (Huebi69)
- 17.08.2012, 11:23 Uhr
Ich habe noch nie verstanden,
Uwe Bussenius (uwebus)
- 16.08.2012, 21:58 Uhr
Halbwissen oder bewusste Augenwischerei?!
Michael Andreas Ochmann (JustOchi)
- 16.08.2012, 21:20 Uhr

