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Türsteher und Gast angeklagt Prozess nach Tod in Disco U 60311

22.02.2012 ·  Drei Türsteher der Frankfurter Discothek U 60311 und ein Gast müssen sich vor Gericht für eine folgenschwere Schlägerei an Ostern 2011 verantworten. Sie sollen einen britischen Gast totgeschlagen haben.

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Fast ein Jahr nach den tödlichen Schlägen in der Frankfurter Disco U 60311 müssen sich drei Türsteher und ein Gast vor dem Landgericht verantworten. Die vier Männer sind wegen gemeinschaftlichen Totschlags an einem 31 Jahre alten Besucher des Clubs angeklagt. Der Prozess beginnt am 28. März vor der Jugendstrafkammer, weil der mitangeklagte Gast zum Tatzeitpunkt noch nicht 21 Jahre alt war, wie Gerichtssprecher Klaus Wiens am Mittwoch sagte.

Die Türsteher sollen am Ostermontag 2011 den Besucher des Clubs gemeinsam bewusstlos geprügelt haben. Dann schleppten sie ihn  nach Auffassung der Staatsanwaltschaft vor die Tür und ließen ihn dort liegen. Trotz sechs Notoperationen gelang es Ärzten nicht, das Leben des 31-Jährigen zu retten. Der mitangeklagte Heranwachsende aus dem Rhein-Main-Gebiet soll andere Disco-Besucher daran gehindert haben, dem Opfer während des Kampfes zu helfen.

Räumungsklage läuft

Hauptbeschuldigter ist ein ehemaliger Boxer, der als Türsteher den Streit mit dem Gast zunächst angezettelt und ihm dann mehrfach gegen den Kopf und den Hals getreten haben soll. Die beiden anderen Angeklagten hätten dabei den am Boden liegenden Briten festgehalten.

Die Disco läuft unterdessen weiter. Die Stadt als Eigentümerin der Immobilie hat eine Räumungsklage gegen den Betreiber eingereicht. Verhandlungstermin darüber ist am 3. April vor der Zivilkammer des Landgerichts, wie der Leiter des Liegenschaftsamtes, Alfred Gangel, sagte. Die Stadt will die Eingänge zu dem Lokal umbauen und einen
anderen Betreiber finden.

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