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Transfers in der Bundesliga Stress im Schlussverkauf

01.02.2012 ·  Rien ne va plus, die Fußball-Transferliste ist geschlossen: Die Eintracht bekommt Helmes nicht, holt Amedick und gibt Tzavellas ab. Zidan wird zum dritten Mal Mainzer.

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Armin Veh hat an diesem Mittwoch Geburtstag. Der Coach der Eintracht wird 51 Jahre alt und verbringt seinen Festtag größtenteils an seinem Arbeitsplatz in der WM-Arena beim Training mit der Mannschaft und der Vorbereitung auf den Zweitliga-Start am Wochenende. Sonderlich gut wird seine Stimmung nicht sein. Denn: Sein Wunsch, die Frankfurter Fußballmannschaft für den Kampf um den Wiederaufstieg durch Patrick Helmes zu verstärken, zerschlug sich am Dienstag trotz eines kurzfristig abermals aufgestockten Angebots endgültig.

Nach wochenlangen Verhandlungen mit dem Stürmer, der beim VfL Wolfsburg in die Reserve aussortiert wurde, gaben die Hessen am Abend in einer Mitteilung bekannt, dass sich die erhoffte Verpflichtung des Neunundzwanzigjährigen nicht realisieren ließ: „Wir haben bis zum Ende im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten alles versucht, um Helmes zu bekommen. Doch aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen konnte dieser Wechsel nicht realisiert werden“, kommentierte Manager Bruno Hübner das für ihn enttäuschende Ende der Hängepartie. Eine Alternativlösung sei nicht verfolgt worden, weil die Sportliche Leitung in Anbetracht der Angebote eher „von der Qualität innerhalb des Kaders überzeugt“ war. Für die Rückrunde stehen Veh mit Rob Friend, Erwin Hoffer und dem momentan verletzten Mohamadou Idrissou jetzt lediglich drei erfahrene Angreifer zur Verfügung. Ausschlaggebend für das Frankfurter Scheitern in dem Poker: Der Wolfsburger Sportdirektor Felix Magath wollte bis zum Schluss Helmes verkaufen - angeblich für fünf Millionen Euro - und für den klammen Tabellendritten der zweiten Liga kam lediglich ein Ausleihgeschäft in Frage. Helmes will nun dem Vernehmen nach bei den Niedersachsen bleiben und nicht von der Möglichkeit eines Abgangs nach Nordamerika oder Russland Gebrauch machen.

Sportliche Herausforderungen

Es war ein hektischer Nachmittag, an dem die beteiligten Klubs und die Nachrichtenagenturen mit der sich fast minütlich verändernden Lage der Neuigkeiten alle Hände voll zu tun hatten. Punkt 18 Uhr hatte das Geschäftemachen ein Ende, dann schloss die Deutsche Fußball Liga für diesen Winter ihr Transferfenster. Kurz vor Ultimo gab es dabei bei der Eintracht noch eine personelle Rochade in der Abwehr. Martin Amedick trägt künftig das Frankfurter Trikot, Georgios Tzavellas zieht es aus. Amedick wechselte vom 1.FC Kaiserslautern an den Main, wo der Neunundzwanzigjährige einen Vertrag bis Mitte 2014 unterschrieb, der sowohl für die Erste als auch die Zweite Bundesliga gilt. Der 1,94 Meter große Profi absolvierte seit 2008 für die „Roten Teufel“ 65 Zweitliga-Partien sowie 40 Bundesligaeinsätze. Losgeworden (zumindest vorerst) ist die Eintracht den Griechen Tzavellas. Der Verteidiger verständigte sich mit dem Verein AS Monaco über ein Ausleihe bis zum 30. Juni dieses Jahres. Für den Fall, dass Tzavellas im Fürstentum die Erwartungen erfüllen sollte, erwarben die Monegassen eine Kaufoption; für Habib Bellaid, Ricardo Clark und Caio fanden sich hingegen keine Abnehmer.

Der FSV Frankfurt sicherte sich derweil die Dienste von Dennis Cagara. Der philippinische Nationalspieler, der außerdem die dänische Staatsangehörigkeit besitzt, erhielt einen Kontrakt bis Saisonende mit der Option auf ein weiteres Jahr. „Ich denke, er spielt am Freitag in Duisburg nicht von Anfang an“, sagte Trainer Benno Möhlmann über den 26 Jahre alten Linksverteidiger. „Dennis ist ein giftiger und bissiger Spieler, der auch läuferisch seine Bahn bearbeitet“, meinte Uwe Stöver, der Geschäftsführer Sport der Bornheimer.

Perfekt ist außerdem das zweite Comeback des Ägypters Mohamed Zidan bei Mainz 05. Der Dreißigjährige kehrte Borussia Dortmund den Rücken und erhielt bei den Rheinhessen einen Vertrag bis Saisonende mit einer Option bis Juni 2014. Für Zidan, der bereits in der Saison 2005/2006 sowie in der Rückrunde 2006/2007 das Mainzer Trikot getragen und in 41 Spielen 22 Tore erzielt hatte, ist es also das dritte Engagement in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt. „Ich habe in Dortmund phantastische Jahre erlebt, habe jetzt aber für mich eine neue sportliche Herausforderung gesucht“, sagte Zidan. Beim BVB war der Nationalspieler zuletzt nur noch Ersatzspieler, der schnelle und dribbelstarke Zidan absolvierte jedoch eine starke Rückrundenvorbereitung und soll auf Anhieb der Elf von Trainer Thomas Tuchel frischen Schwung verleihen. Auch dank seines Selbstbewusstseins und dem ausgeprägten Hang für die große Show. „Er entspricht genau dem von uns gesuchten Spielertypen. Er ist topfit und benötigt keine lange Anlaufzeit“, sagte der Mainzer Manager Christian Heidel.

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