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Transferaktivitäten : Ein Torjäger für die Eintracht

  • -Aktualisiert am

Ab der kommenden Saison schlägt sein Herz für Eintracht Frankfurt: Torjäger Nicolai Müller kommt vom Hamburger SV. Bild: dpa

Nicolai Müller wechselt vom Absteiger Hamburger SV ablösefrei nach Frankfurt. Schon als Kind sei er ein Fan des hessischen Klubs gewesen, sagt er.

          Mit Nicolai Müller bekommt die Frankfurter Eintracht nicht nur einen neuen Spieler, der 30-Jährige trägt nach eigenem Bekunden auch den Adler im Herzen. „Heute ist ein schöner Tag für mich, weil ich immer Fan von Eintracht Frankfurt geblieben bin“, sagte der Offensivspieler am Dienstag, der „als kleines Kind“ schon im Stadion war. Jetzt gehört Müller, der in Lohr am Main geboren wurde und fünf Jahre bei der Eintracht im Nachwuchs gespielt hatte, bevor er bei der U 17 für nicht gut genug befunden wurde, im reifen Fußballalter wieder zur Frankfurter Fußballfamilie.

          Der zweimalige Nationalspieler, der dann in Fürth in der zweiten Liga sein Profidebüt gab, unterschrieb bei den Hessen einen Vertrag bis einschließlich 30. Juni 2020 mit der Option auf ein weiteres Jahr. Nach vier Jahren in Hamburg kommt er ablösefrei vom Erstliga-Absteiger. „Nicolai ist ein gestandener Bundesliga-Profi, der perfekt zu uns passt. Er ist schnell und vielseitig in der Offensive einsetzbar, dazu charakterlich ein Supertyp“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic. „Auch seine Verletzung ist komplett ausgeheilt.“

          Müller hat es „keinen Tag bereut“

          In der abgelaufenen Runde konnte Müller, der es bisher auf 164 Bundesliga-Spiele mit 37 Toren und 29 Vorlagen für den HSV und Mainz 05 bringt, nur zweimal für die Hamburger aktiv sein – am ersten und am vorletzten Spieltag. Zum Liga-Auftakt zu Hause gegen Augsburg hatte sich der Flügelspieler, der den nach Dortmund abgewanderten Marius Wolf ersetzen soll, einen Kreuzbandriss zugezogen. Nach seinem Siegtreffer zum 1:0 verletzte sich Müller bei seinem typischen Torjubel im Hubschrauber-Stil schwer. Erst im April dieses Jahres konnte er in Hamburg wieder ins Mannschaftstraining zurückkehren. Zum Abschluss seiner Zeit beim HSV reichte es noch für einen Kurzeinsatz bei der 0:3-Niederlage am 5. Mai in Frankfurt.

          Müller, der dribbelstark und torgefährlich ist und auch als hängende Spitze eingesetzt werden kann, hinterließ aber seine Spuren in Hamburg. In zwei Spielzeiten war er Topscorer des HSV. Seinen wichtigsten Treffer erzielte er 2015 beim 2:1-Erfolg im Relegations-Rückspiel in Karlsruhe. „Auch wenn es nicht immer so lief, wie geplant – ich habe es keinen Tag bereut, für diesen Verein zu spielen“ – mit diesen Worten verabschiedete er sich aus dem hohen Norden. Ende Mai – „nachdem ich lange nachgedacht habe“ – hatte sich Müller dazu entschieden, nicht mit dem HSV in die zweite Liga zu gehen. Nach einer „wirklich emotionalen Zeit“ mit „vielen speziellen Momenten“ suche er eine neue Herausforderung, sagte er.

          Die liegt für ihn nun beim Pokalsieger. „In Frankfurt ist in den vergangenen Jahren einiges gewachsen“, sagte der gestandene Bundesliga-Profi, der im September 31 Jahre alt wird. „Ich kann es kaum erwarten, wieder für die Eintracht aufzulaufen.“ Nachdem Müller von Fürth nach Sandhausen ausgeliehen war, wechselte er 2011 für 1,8 Millionen Euro nach Mainz. Dort verbrachte Müller eine erfolgreiche Zeit und war den Hamburgern schließlich eine Ablösesumme in Höhe von 4,5 Millionen Euro wert. 2013 nahm ihn Bundestrainer Joachim Löw auf die Amerika-Reise der Nationalmannschaft mit, Müller sammelte jeweils ein paar Spielminuten gegen Ecuador und die Vereinigten Staaten.

          Bei der Eintracht konnte sich das Talent Müller damals nicht gegen die Konkurrenz bei den Profis durchsetzen. So ging es zuletzt auch Leon Bätge, dem dritten Torhüter bei den Profis. Der 20-Jährige schloss sich am Dienstag dem Drittliga-Klub Würzburger Kickers an.

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