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Tourismus in Frankfurt Wieder mehr Japaner in der Stadt

Gut sieben Millionen Übernachtungen wurden 2012 in Frankfurt registriert. Im Vergleich zum Vorjahr stieg auch die Zahl der asiatischen Besucher an.

© dpa Nicht gerade Tokio, aber auch eindrucksvoll: Japanische Touristen besichtigen vom Maintower aus Frankfurt am Abend.

Die Stadt blickt auf ein erfolgreiches Jahr in der Tourismusbranche zurück. Erstmals wurden 2012 mehr als sieben Millionen Übernachtungen in Frankfurt gezählt. 2,4 Millionen Gäste kamen 2012 in die Stadt, das bedeutet einen Zuwachs von rund zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2011 hatten Wirtschaftsdezernent Markus Frank (CDU) und Thomas Feda, Chef der kommunalen Tourismus und Congress GmbH, von einem Rekordjahr gesprochen. Dass dieses Ergebnis nun abermals übertroffen wurde, werten die beiden als „gigantische und traumhafte Steigerung“.

Nach Franks Ansicht führt zusätzlicher Wettbewerb automatisch zu mehr Qualität. Dass die Übernachtungszahlen bei einer gleichbleibenden Verweildauer von durchschnittlich 1,65 Tagen gestiegen seien, zeige den deutlichen Zuwachs an Gästen und die hohe Attraktivität der Stadt für Touristen.

Frankfurt ist in der Top fünf

„,Geiz ist geil‘ war nicht das Motto“, sagte Frank weiter und bezog sich damit auf die gestiegene Nachfrage nach teureren Hotelzimmern. 2012 stieg hier die Zahl der Betten um 11,4 Prozent auf 2480. Alles in allem seien 2012 in Frankfurt 266Übernachtungsbetriebe gemeldet gewesen, im Vorjahr waren es noch 259. Das Bettenangebot erhöhte sich von 39500 auf 40250.

Frank zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung der Stadt. „Frankfurt ist in der Top fünf der wachstumsstärksten Märkte.“ Deutschlandweit belegten Berlin, München und Hamburg die Plätze eins bis drei. Frankfurt sei auf einem guten vierten Platz, so der Stadtrat. Feda ergänzte, dass die Mainmetropole hessenweit sehr gut dastehe. Jeder dritte Gast in Hessen schlafe in Frankfurt, jede vierte Übernachtung werde in Frankfurter Hotels gebucht.

Attraktiv „im Herzen Europas“

Im europäischen Wettbewerb, so Feda, sei man zwar nicht auf den ersten zehn Plätzen, aber „irgendwo zwischen Platz zwölf und fünfzehn“. Man befinde sich damit auf einer Ebene mit Mailand, Edinburgh und Stockholm. Aus dem europäischen Ausland kamen 2012 so viele Gäste wie noch nie. Waren es im Vorjahr noch 800000, stieg ihre Zahl 2012 um rund sechs Prozent auf 850000. In Europa war Großbritannien das wichtigste Herkunftsland; auch die Osteuropäer waren überdurchschnittlich stark vertreten. Die Zahl der Übernachtungen russischer Besucher stieg um rund 20400 oder 24,5Prozent. Einen deutlichen Zuwachs gab es auch bei den Gästen aus Übersee: 2012 kam mehr als eine Million Besucher. Die größte Gruppe bildeten wieder Bürger der Vereinigten Staaten.

Deutlich gestiegen ist laut Feda die Zahl der japanischen Touristen. 2011 seien wegen der Tsunami-Katastrophe weniger Gäste gezählt worden als im Jahr davor. 2012 konnte eine Steigerung um rund 11500 Gäste erzielt werden. Frank zeigte sich überzeugt, dass auch in Zukunft ein stabiles Wachstum der Übernachtungszahlen zu erwarten sei. Frankfurt sei als Messestadt und Veranstaltungsort „im Herzen Europas“ äußerst attraktiv. Die stärksten „Gästemagnete“ seien 2012 das Chorfest und die Buchmesse gewesen.

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Quelle: F.A.Z.

 
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