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Studie : Schüler mit ausländischen Wurzeln deutlich häufiger ohne Abschluss

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Schlüssel zum Erfolg: Deutschunterricht für Kinder mit ausländichen Wurzeln Bild: Wolfgang Eilmes

Im bundesweiten Vergleich schaffen viele Schüler in Hessen einen Abschluss. Für Jugendliche mit ausländischen Wurzeln sieht es aber nicht ganz so gut aus.

          In Hessen verlassen einer Studie zufolge vergleichsweise wenige Jugendliche die Schule ohne Abschluss - wobei davon noch immer deutlich mehr ausländische Schüler betroffen sind. Der Anteil ausländischer Schulabgänger ohne zumindest einen Hauptschulabschluss lag hierzulande 2014 bei 10,7 Prozent und damit deutlich unter dem Bundeswert von 12,9 Prozent, wie aus dem am Mittwoch in Berlin vorgestellten „Chancenspiegel 2017“ der Bertelsmann-Stiftung hervorgeht. Der Anteil aller Schüler ohne Abschluss betrug im Vergleich dazu 4,9 Prozent, auch das war klar niedriger als der deutschlandweite Wert von 5,8 Prozent.

          Die Entwicklung der Zahlen zeigte in Hessen anders als bundesweit in beiden Fällen nach unten: 2011 hatte der Anteil aller Abgänger ohne Abschluss noch bei 5,5 Prozent gelegen, im Fall der Schüler mit ausländischem Pass waren es 2011 noch 13,5 Prozent gewesen. Für ganz Deutschland wies die Studie dagegen bei ausländischen Abgängern ohne Abschluss von 2011 bis 2014 eine Zunahme aus.

          Für den „Chancenspiegel“ wurden bundesweite schulstatistische Daten für den Zeitraum 2002 bis 2014 analysiert. Demnach wiederholten in Hessen im Schuljahr 2014/15 in den Jahrgangsstufen sieben bis neun 2,9 Prozent der Schüler eine Klasse und damit mehr als bundesweit (2,7). Zudem wechselten 48,8 Prozent der Grundschüler auf ein Gymnasium, im Vergleich zu 44,0 Prozent deutschlandweit.

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