http://www.faz.net/-gzg-8vpsb

Nahverkehr in Hessen : Mangel an Radwegen und Car-Sharing

  • Aktualisiert am

Mangelware: Radwege gibt es in Hessen laut Studie zu wenige Bild: Cornelia Sick

Hessen hat auch beim öffentlichen Personennahverkehr Nachholbedarf. Das weist eine neue Mobilitätsstudie aus.

          Hessen rangiert beim Radverkehr nach einer Mobilitätsstudie im Bundesvergleich auf den hinteren Rängen und hat auch beim öffentlichen Personennahverkehr Nachholbedarf. Es gebe auch in Hessen noch immer eine Dominanz des Autos mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Lärm- und Feinstaubbelastung, sagte die Leiterin des Forschungsprojekts, Jutta Deffner, am Donnerstag in Wiesbaden. Um „die Spätfolgen jahrzehntelanger Fehlentwicklungen“ zu korrigieren, müsse es einen umfassenden Wandel der Mobilitätskultur gegeben. Die Studie wurde von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegeben.

          Als Beispiele dafür nannte die Expertin vom Institut für sozial-ökologische Forschung eine Senkung der ÖPNV-Preise und einen Ausbau von Car-Sharing auch in kleineren Städten Hessens. Dazu müssten die Kommunen dann auch die entsprechenden Stellplätze zur Verfügung stellen. Helfen würde zudem eine bessere Zusammenarbeit der Kommunen bei der Siedlungs- und Verkehrsentwicklung.

          Es gebe zwar bei jüngeren Menschen in Großstädten einen Trend, dass das Auto nicht mehr so wichtig ist, erklärte der Mitautor der Studie, Konrad Götz. Dieser Mentalitätswechsel vollziehe sich aber sehr langsam. Entscheidend für einen nachhaltigen Wandel sei daher, dass die politischen Entscheidungsträger die Mobilität und den Verkehr nicht einfach dem Markt überlassen, sondern auf allen Ebenen stärker steuernd-gestaltend eingreifen, forderte Deffner.

          Quelle: dpa

          Weitere Themen

          Als erste Frau am Ruder Video-Seite öffnen

          Videoserie „Frankfurt & ich“ : Als erste Frau am Ruder

          Marie Nauheimer ist in fünfter Generation am Ruder der Primus-Linie, sie lenkt das Frankfurter Schifffahrtsunternehmen gemeinsam mit ihrem Vater Anton. Wir haben sie für die Serie „Frankfurt & ich“ mit der Kamera begleitet.

          Ich war am Ende nur noch ein Wrack Video-Seite öffnen

          Video-Serie „Frankfurt & ich“ : Ich war am Ende nur noch ein Wrack

          Seit über zehn Jahren ist Thomas Adam trocken und erzählt auf Stadtführungen durch sein ehemaliges „Sauf- und Bettelgebiet“ seine Geschichte von der Straße. FAZ.NET hat Adam für die Video-Serie „Frankfurt & ich“ begleitet.

          Topmeldungen

          Nächtliche Beratung : SPD-Führung schließt Groko nicht mehr aus

          Die Kurve kriegen, aber keine faulen Kompromisse machen, lautet das Motto der SPD-Spitze. Man könne über alles mögliche reden – viel mehr dringt nach acht Stunden Nachtsitzung nicht durch. Zumindest zur unmittelbaren Zukunft von Martin Schulz gibt es klare Worte.
          Groko-Spekulationen bei Maybrit Illner

          TV-Kritik: Maybrit Illner : Deutsche Merkel-Rettungsgesellschaft

          So wäre die derzeitige Rolle der SPD zu beschreiben. Das könnte man sicherlich auch als „staatspolitische Verantwortung“ titulieren. Darauf haben die Sozialdemokraten sogar einen Alleinvertretungsanspruch. Ihre politische Konkurrenz weiß das zu schätzen.
          Horst Seehofer bei seiner Pressekonferenz am späten Abend.

          Machtkampf in der CSU : Seehofer macht es weiter spannend

          Hauptsache Geschlossenheit demonstrieren: Zehn Tage will die CSU sich noch Zeit nehmen, bis klar ist, ob und wann Horst Seehofer Spitzenämter aufgibt. Sein schärfster Rivale lässt nicht locker.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.