14.02.2012 · Im Streit um die Zukunft des Darmstädter Versorgers HSE schließt Rathaus- und Aufsichtsratschef Partsch personellen Konsequenzen nicht aus. Er wirft dem HSE-Vorstand eine „aggressiven Haltung“ vor.
Nur zwei Wochen nach ihrem Wechsel aus dem Bundestag in die Wirtschaft wird die Luft für die Grüne Christine Scheel im Vorstand des Darmstädter Öko-Energie-Anbieters HSE dünner. In einer grün-grünen Konfrontation kündigte ihr Parteikollege, Darmstadts Oberbürgermeister Jochen Partsch, an, auch personelle Konsequenzen an der HSE-Spitze nicht auszuschließen.
Darmstadt ist Hauptanteilseigner bei der HSE, Partsch zieht dort zum 1. März in den Aufsichtsrat ein. Scheel hatte schon an ihrem dritten Arbeitstag Anfang Februar Darmstadt unter Androhung ihres Rücktritts aufgefordert, auf einen geplanten Rückkauf eines 40-Prozent-Anteils an HSE zu verzichten. Darmstadt sei verschuldet, HSE brauche einen Partner mit Geld.
Partsch sprach von einer „aggressiven Haltung“ des HSE-Vorstands. „Wir werden darüber reden.“ Dass Darmstadt die 40 Prozent übernehme, sei beschlossene Sache. Nach einer Entscheidung der Darmstädter Beteiligungsgesellschaft HEAG steigt der Anteil der Stadt an HSE von 53 auf 93 Prozent. Die zusätzlichen Anteile sollen aber an Kommunen weiterverkauft werden.
Miteinander reden hilft!
S. Neumann (frankfurtrheinmain)
- 15.02.2012, 03:25 Uhr