Home
http://www.faz.net/-gzg-6wmwb
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER

Streit um Börsensteuer Bouffier will Finanzplatz Frankfurt schützen

Im Streit um eine Finanztransaktionssteuer stellt sich Hessens Ministerpräsident Bouffier (CDU) gegen Kanzlerin Merkel. Wenn eine solche Steuer komme, müsse sie EU-weit gelten, meint er.

© dapd Vergrößern In Sachen Finanztransaktionssteuer uneins: Bouffier und Merkel

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) will den Finanzplatz Frankfurt schützen: Im Streit über eine Finanztransaktionssteuer stellte sich der Regierungschef gegen die Kompromissvorschläge von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Wenn eine solche Steuer komme, müsse sie EU-weit gelten einschließlich des Finanzplatzes London, erklärten Bouffier und sein FDP-Stellvertreter Jörg-Uwe Hahn in Wiesbaden. „Ein Verzicht auf eine Einbeziehung des Finanzplatzes London in eine solche Steuer würde Frankfurt einseitig belasten und Arbeitsplätze gefährden.“

Mehr zum Thema

Am Vortag hatten Merkel und der französische Präsident Nicholas Sarkozy sich darauf verständigt, die Steuer auf Finanzgeschäfte notfalls nur in den 17 Euroländern einzuführen, wenn es keine europaweite Einigung gebe. Die FDP ist gegen dieses Vorgehen.

Die hessische Landesregierung lehne eine Finanzsteuer nicht ab, erklärten Bouffier und Hahn. Ein „Alleingang der Eurozone“ gefährde aber das Ziel, die Banken an den Kosten der Finanzkrise zu beteiligen. Es gebe zu viele Ausweichmöglichkeiten, die Geschäfte an andere Börsen zu verlagern.

Quelle: LHE

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
„Partei macht sich lächerlich“ CDU will größeren Abstand für Windräder

Die CDU geht in Sachen Windenergie auf Distanz: Der Mindestabstand zwischen Wohnhäusern und Rotoren soll auf das Zehnfache der Windradhöhe steigen. Die SPD beklagt ein doppeltes Spiel. Auch die FDP sieht darin keine gute Idee. Mehr

30.07.2014, 06:19 Uhr | Rhein-Main
Sommerpressekonferenz Merkel: Die große Koalition hat noch viel zu tun

Bundeskanzlerin Angela Merkel weist Spekulationen, sie könne ihr Amt vor der nächsten Bundestagswahl niederlegen, zurück: „Alles weitere später.“ Mehr

18.07.2014, 15:52 Uhr | Politik
CDU-Wahlniederlagen in Großstädten Bouffier vermisst „Persönlichkeiten“

In keiner der zehn größten Städte Deutschlands stellt die CDU mehr den Oberbürgermeister. Im F.A.Z.-Interview warnt der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier seine Partei vor einer falschen Analyse. Mehr

23.07.2014, 15:04 Uhr | Politik

2018 oder nie

Von Tobias Rösmann

Der Frankfurter CDU-Vorsitzende Uwe Becker hat sich selbst als Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl 2018 vorgeschlagen. Das ist mutig, birgt diese frühe Festlegung doch politische Stolpersteine. Mehr