13.06.2012 · Ob das Betreuungsgeld die Integration von Zuwanderern gefährdet, ist umstritten. Studien zeigen, dass Migrantenkinder schon jetzt später als andere in die Kindertagesstätten kommen.
Von Stefan ToepferRichtlinien für Lesermeinungen
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Integration beginnt im Elternhaus
Der Fehler liegt in unseren Einwanderungsgesetzen, die es via Familienzusammenführung ermöglichen, daß auch völlig Unqualifizierte auf diesem Ameisenpfad laufend einwandern. Eine junge, frisch importierte Ehefrau und Mutter mit Kopftuch, rudimentären Sprachkenntnissen und meistens ohne Ausbildung wird sich schwertun, sich und ihre Kinder zu integrieren, zumal wenn Kontakte nach außen von der Familie garnicht gewünscht werden. Hier muß der Gesetzgeber eingreifen und nicht alle Eltern zu nicht gewünschten und nicht notwendigen "Zwangsintegrationskursen" im Kleinskindtalter zu zwingen. Außerdem müssen alle Ausländer, die Förder- und Sprachkurse zur Integration in den Arbeitsmarkt benötigen, und diese ist anzustrebenm die Kosten hierfür nach ihrer Eingliederung in den Arbeitsmarkt, ähnlich dem Bafög, zurückzahlen. Das würde die massenhafte Einwanderung in die Sozialsysteme zumindest abbremsen.
Interessante Verdrehung/ Arbeit: Gegensatz von produktivem Leben???
In Berlin z.B. haben 25 der Bewohner einen Migrationshintergrund, der
Antil der unter 6 Jährigen beträgt aber schon ca. die
Hälfte. 1/3 der Berliner Erstklässler gelten als nicht
schulfähig, die stammen dann aus 'einheimischen' Elternhäuser,
weil deren Eltern nur arbeiten und nichts für ihre Kinder
übrig haben. Was auch gar nicht mehr ins Bild passt, warum der
Anteil der Familien die Ambulanten Hilfen zur Erziehung erhalten bei
Familien mit Migrationshintergrund wesentlich höher ist?
Und die Chance, die Sprache so gut zu lernen, wie es für die
Teilhabe an der Gesellschaft nötig ist, und um ein erfülltes
Leben zu führen, sich informieren zu können, Basis für
Entscheidungen zu haben: Marginalie? Zum 'Chillen' ist kaum Kompetenz
nötig. Sollen diejenigen Kinder mit Migrationshintergrund, deren
Familien das nicht leisten und sie entsprechend fördern
können, einfach hängen gelassen werden - wenn die Chancen auf
dem Arbeitsmarkt schon unwichtig sein sollen?
Danke schön Frau Eskandari-Grünberg für die Thematisierung der Kindergartenpflicht
Es wird seit langem über das Betreuungsgeld diskutiert und dessen
angeblich schädlichen Einfluss auf Migrantenkinder. Dabei geht es
hier um Kindergrippen und Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren.
Danach kommt dann der Kindergarten bzw. die Kindertagesstätte.
Beide sind nach-wie-vor gebührenpflichtig aber nicht verpflichtend.
Wenn es einem wirklich um Integration und Sprachförderung geht,
sollte man sich an erster Stelle für den gebührenfreien
Kindergarten und die Kindergartenpflicht ab dem dritten Lebensjahr einsetzen.
Die Vorstellung, dass einjährige Kinder in Windeln durch die
Kindergrippe kriechend und brabbelnd, davon einen Bildungsvorteil
erhalten sollen ist absurd. Beim Kindergarten ist das schon ganz anders.
Kindergartenpflicht wäre wohl zu diskutieren
Da haben Sie natürlich Recht. Die Kindergartenpflicht wäre ein
Einschnitt in die Freiheitsrechte. Aber auch die Schulpflicht wurde zum
Schutz der Kinder eingeführt, die damit der vor Kinderarbeit
geschützt wurden. Eine Kindergartenpflicht sollte dann
natürlich auch für alle Kinder und auch nur für den
Kindergarten am Vormittag und nicht für die Kindertagesstätten
gelten.
Ein Schutz der Kinder wäre hier in zweierlei Hinsicht gegeben. Zum
einen könnten verwarloste und mißhandelte Kinder noch vor der
Einschulung erkannt und ihnen geholfen werden und auch bei sprachlichen
Defiziten könnte hier ebenso vor der Einschulung geholfen werden.
Warum Pflicht?
Wenn ein Integrationsdefizit herrscht, sollte man das Problem mit
geeigneten Lösungen angehen.
Ob eine Kitapflicht für Migrantenkinder ab 3 Jahren dazu
gehören soll, wäre gegebenenfalls zu diskutieren, jedoch
wäre dies auch mit erheblichen Einschränkungen der
Freiheitsrechte verbunden.
Dass aber nun die Mehrheit der Bevölkerung in die Pflicht genommen
werden soll, nur weil einige Kinder Defizite aufweisen, ist freilich
mehr als problematisch.
Mit der Kita will man einfach zu viele verschiedene Probleme auf einmal lösen.
Kinder von Migrantenkinder kommen später in die Kita weil
Eltern mit Migrationshintergrund die Kinder wichtiger sind als den
Deutschen. Man verzichtet lieber auf mehr Geld und nimmt sich mehr Zeit
für seine Kinder. Und man hat auch gerne mehr Kinder.
Die Kinder und die Eltern sind dabei die Gewinner, der Arbeitsmarkt und
die Wirtschaft mag der Verlierer sein, aber was ist wichtigber: Der
Mensch oder das Geld?
Und die Frage ist auch - was habe ich vom Leben wenn ich nur arbeite,
arbeite und arbeite?
Deshalb meine ich das Deutsche von ihren Mitbürgern mit
Migrationshintergrund lernen können was Lebensqualität und
-sinn bedeutet.