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Streik Busse stehen im Depot, Autos auf den Straßen

 ·  Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst und bei privaten Busunternehmen haben am Montag in der Region zu merklichen Behinderungen geführt.

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Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst und bei privaten Busunternehmen haben am Dienstag in der Region zu merklichen Behinderungen geführt. Vor allem während der Hauptverkehrszeit gab es Beeinträchtigungen, die in der Frankfurter Innenstadt noch durch einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi verstärkt wurden.

Zusammengebrochen ist der Verkehr aber nicht, weil die S-Bahn und die Regionalbahnen nicht bestreikt wurden. Allerdings bleiben gestern im Gegensatz zum Warnstreik vor zwei Wochen fast alle Busse in den Depots. Denn auch die hessischen Busunternehmen und Verdi stehen in einem Tarifstreit.

20 Kitas geschlossen

Wegen des zusätzlichen Autoverkehrs kam es an den Übergängen von den Autobahnen auf die Frankfurter Stadtstraßen zu größeren Staus. Die Fahrt vom Vordertaunus ins Frankfurter Zentrum dauerte für viele Pendler doppelt so lange wie üblich. Viele Frankfurter wichen aufs Fahrrad aus, und die Taxifahrer machten ein gutes Geschäft.

Das Frankfurter Bildungsdezernat meldete am Nachmittag, von den 139 städtischen Kindertagesstätten seien 20 geschlossen, in 38 weiteren sei der Betrieb nur eingeschränkt möglich gewesen.

Forderung nach mehr Lohn

In Wiesbaden nahmen an den Warnstreiks des öffentlichen Dienstes nach den Angaben von Verdi 1000 Beschäftigte teil, darunter Krankenschwestern und Pfleger, Müllwerker, Erzieher und Busfahrer. Weniger als die Hälfte der Kindertagesstätten war geöffnet. Die Busse der städtischen Verkehrsgesellschaft Eswe blieben fast alle im Depot. In der Innenstadt unterstützten rund 1000 Demonstranten die Forderungen der Gewerkschaft. Nach Worten ihres Bezirksvorsitzende Bernd Meffert verlangt Verdi weiterhin einer Lohnerhöhung von 6,5Prozent, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Die Gewerkschaft teilte mit, an dem Warnstreik hätten sich in ganz Hessen 15400Beschäftigte des öffentlichen Dienstes beteiligt. Landesbezirksleiter Jürgen Bothner verlangte von den Arbeitgebern, „endlich ein verhandlungsfähiges Angebot auf den Tisch zu legen“.

In Offenbach kam es nach Angaben des städtischen Entsorgungsbetriebs in der Straßenreinigung zu Ausfällen. An dem Warnstreik dort beteiligten sich etwa 40 Mitarbeiter. Einen „Totalausfall“ verzeichneten die Offenbacher Verkehrsbetriebe laut einer Sprecherin: Mit Beginn der Frühschicht um 4Uhr habe kein Bus das Depot verlassen. Das blieb so bis Dienstschluss. Auch vor dem Spiel der Offenbacher Kickers am gestrigen Abend war kein öffentlicher Bus zum Stadion am Bieberer Berg unterwegs.

Die Busse der Hanauer Straßenbahn-Gesellschaft blieben am Dienstag ebenfalls den ganzen Tag über im Depot. Bestreikt wurden außerdem die Stadtbibliothek und das Klinikum Hanau, wo von 6 Uhr an bis zum Beginn der Nachtschicht der Betrieb eingeschränkt wurde.

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