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Stichwahl in Wiesbaden Müller vor Gerich

Wiesbaden hat gewählt: Bei der Oberbürgermeisterwahl führt Amtsinhaber Helmut Müller (CDU) vor seinem Herausforderer Sven Gerich (SPD). Beide gehen am 10. März in die Stichwahl.

© Kaufhold, Marcus Vergrößern Christiane Hinniger (Grüne) und Sven Gerich (SPD, rechts) konkurrieren mit Amtsinhaber Helmut Müller (CDU, links) um dem Posten des Wiesbadener Rathauschefs

Nach der Auszählung aller Stimmen führt Amtsinhaber Helmut Müller (CDU) bei der Oberbürgermeisterwahl in Wiesbaden das Feld an. Müller liegt demnach mit 48,0 Prozent der abgegebenen Stimmen vor seinem Herausforderer Sven Gerich (SPD), der 38,4 Prozent erhielt. Eine Stichwahl am 10. März wird entscheiden, wer die nächsten sechs Jahre als Stadtoberhaupt in Wiesbaden regiert.

Christiane Hinninger (Grüne) erreichte 9,3 Prozent, weit abgeschlagen der Kandidat der Mitte, Torsten Hornung (3,0 Prozent) und der parteilose Peter Silbereisen (1,2 Prozent).

Schleppende Wahlbeteiligung

Von den 280.000 Einwohnern der hessischen Landeshauptstadt waren nach Angaben des Wahlamtes gut 205 000 wahlberechtigt. Bis die Wahllokale schlossen, hatten 33,6 Prozent der Bürger ihre Stimme abgegeben.

Bis 14 Uhr waren es 17,5 Prozent der Wähler gewesen, wie Wahlamtsleiter Rüdiger Wolf sagte. Die Beteiligung lag damit nur geringfügig höher als bei der OB-Wahl 2007. Damals hatten bis zu dieser Zeit 16,1 Prozent der Wiesbadener gewählt, am Ende waren es 26,9 Prozent. Die Wahl hatte darunter gelitten, dass die SPD vergessen hatte, ihren Kandidaten Ernst-Ewald Roth anzumelden.

Letzter großer Urnengang vor Landtagswahl

Auch im Vergleich zur Kommunalwahl 2011 und zu den jüngsten Landtags- und Bundestagswahlen sei die Beteiligung gering, sagte Wolf. Die hohe Anzahl an Briefwählern hatte zunächst auf reges Interesse an der OB-Wahl schließen lassen. Mit dem Endergebnis rechnete Wolf gegen 20 Uhr.

Die OB-Wahl in Wiesbaden ist zwar der letzte große Urnengang in Hessen vor der Landtagswahl am 22. September, sie gilt aber nicht als Testwahl. Eher ist sie ein Test für die Attraktivität der CDU in Großstädten. 2012 hatte die Union Oberbürgermeisterposten in Frankfurt, Stuttgart und Karlsruhe verloren.

Quelle: LHE / FAZ.NET / kern.

 
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